Beim großen Wald- und Vegetationsbrand bei Langscheid im Landkreis Mayen-Koblenz (Merkurist berichtete) hat sich die Lage am Freitagabend entspannt. Nach Angaben der Einsatzleitung ist das Feuer unter Kontrolle, allerdings wurden sieben Menschen leicht verletzt. Das teilte die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz mit.
Von dem Brand sind nach aktueller Einschätzung rund 50 Hektar Wald- und Vegetationsfläche betroffen. Während die vorsorglichen Warnungen für die Ortschaften Arft und Langenfeld aufgehoben werden konnten, bleibt der Bereich Netterhöfe über Nacht evakuiert. Die Häuser dort waren bereits im Laufe des Tages vorsorglich geräumt worden. Bei dem Einsatz wurden sieben Menschen leicht verletzt. Die Verletzungen reichen von Hitze-Erschöpfung über leichte Brandverletzungen bis hin zu Verletzungen durch Umknicken. Vier von ihnen wurden zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Hunderte Helfer und große Solidarität in der Bevölkerung
Im Laufe des Tages kämpften rund 300 Feuerwehrkräfte sowie 66 Helfer verschiedener Hilfsorganisationen gegen die Flammen. Unterstützt wurden sie von 15 weiteren Fachberatern und aus der Luft von zwei Polizeihubschraubern. Einen wichtigen Beitrag leisteten auch zahlreiche Landwirte aus der Region, die mit ihren Landmaschinen und Wasserfässern halfen.
Die Einsatzleitung bedankte sich für die große Hilfsbereitschaft, bat aber darum, die Zufahrtswege für die Einsatzkräfte freizuhalten. „Wir sind sehr dankbar für alle, die bereits mit angepackt und die Einsatzkräfte unterstützt haben. Die große Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung ist ein wichtiges Zeichen des Zusammenhalts“, so die Behörde.
Die Brandbekämpfung wird auch in der Nacht fortgesetzt. Rund 220 frische Feuerwehrkräfte aus anderen Regionen lösen die bisherigen Helfer ab. Sie werden die Lage weiter überwachen, um bei Aufflammen von Glutnestern sofort reagieren zu können. Die Brandursache ist weiterhin unklar.