Die Verkehrsdirektion Koblenz hat bei einer großangelegten Kontrollaktion am Dienstag und Mittwoch (10. und 11. März) auf den Autobahnen in der Region eine positive Bilanz gezogen. Das teilt das Polizeipräsidium Koblenz mit. Bei den achten „Mobilen Kontrolltagen“ deckten die Einsatzkräfte zahlreiche Straftaten und Ordnungswidrigkeiten auf.
Internationale Kriminalität im Visier
Ziel der Kontrollen war es, Erkenntnisse im Bereich der Autobahnkriminalität zu gewinnen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Autobahnen 3, 61 und 48 gelten als wichtige Transitrouten, die laut Polizei auch für internationalen Menschenhandel, den Transport gestohlener Fahrzeuge, Ladungs- und Dieseldiebstähle sowie von Tätern nach Geldautomatensprengungen genutzt werden.
An der Aktion waren neben Kräften aus anderen Bundesländern auch Beamte aus dem benachbarten Ausland und vom Zoll beteiligt. Neben mobilen Kontrollen durch zivile Kräfte auf allen Autobahnen im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz gab es auch eine stationäre Kontrollstelle an der Tank- und Rastanlage Heiligenroth an der A3. Ein besonderes Augenmerk lag auf gefälschten Dokumenten.
Dutzende Anzeigen und mehrere Festnahmen
Insgesamt fertigten die Beamten an beiden Tagen 47 Strafanzeigen. Darunter waren 16 Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz, fünf Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, fünf wegen Urkundenfälschung und drei wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. In fünf Fällen verstießen Kontrollierte gegen das Aufenthaltsgesetz.
Zudem leiteten die Einsatzkräfte 16 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, meist im gewerblichen Güter- und Personenverkehr wegen überzogener Lenk- und Ruhezeiten oder Überladung. Drei Personen wurden wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und das Aufenthaltsgesetz festgenommen. Insgesamt stellten die Beamten 38 Gegenstände sicher, darunter Fahrzeuge, gefälschte Dokumente und Betäubungsmittel. Die Polizei wertete die länderübergreifende Zusammenarbeit als wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Kriminalität.