Modemarke Adenauer & Co. in Mülheim-Kärlich: Outlet nach Insolvenz geschlossen

Nach der Insolvenz der Modemarke Adenauer & Co. steht fest: Das Geschäft im Gewerbepark Mülheim-Kärlich wird nicht fortgeführt. Der Laden ist bereits geschlossen.

Modemarke Adenauer & Co. in Mülheim-Kärlich: Outlet nach Insolvenz geschlossen

Nach dem Insolvenzantrag der Modemarke Adenauer & Co. (Merkurist berichtete) herrscht nun Gewissheit für den Standort im Gewerbepark Mülheim-Kärlich: Das Outlet ist geschlossen. Das berichtet die Rhein-Zeitung.

Demnach habe die BK Retail Gruppe, ein langjähriger Franchisepartner, das Unternehmen im Zuge des Insolvenzverfahrens übernommen. Der bisherige Geschäftsführer Andreas Adenauer, Enkel des ersten Bundeskanzlers, bleibe beratend an Bord. Kai Teute, einer der neuen Geschäftsführer, habe gegenüber der Zeitung die Schließung des Standorts bestätigt. „Leider können nicht alle Standorte fortgeführt werden. Das betrifft auch den Standort in Mülheim-Kärlich“, wird Teute zitiert. Das Geschäft im Gewerbepark sei bereits seit Anfang des Monats geschlossen.

Das Outlet war erst im Juni 2024 eröffnet worden. Von den 20 Filialen, die das Modeunternehmen selbst geführt habe, hätten nur zwei in Deutschland und drei auf Mallorca übernommen werden können. Die meisten der 33 Franchise-Geschäfte blieben hingegen erhalten.

Ex-Geschäftsführer spricht von Betrug

Das Unternehmen hatte bereits Mitte Mai dieses Jahres einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt. Als Gründe habe der ehemalige Geschäftsführer Andreas Adenauer eine Anpassung der Kapazitäten wegen Produktionsausfällen in der Türkei sowie die allgemeine Inflation genannt.

Gegenüber der „WirtschaftsWoche“ sei Adenauer deutlicher geworden und habe von Betrug gesprochen. An einem Standort in der Türkei seien Gelder veruntreut worden. „Unser Problem ist nicht das Produkt. Wir hatten ein Betrugsproblem“, sagte Adenauer.