Demo gegen Rechtsextremismus am Samstag in Koblenz

Ein breites Bündnis ruft für Samstag zu einer Demo gegen Rechtsextremismus in Koblenz auf. Anlass ist die Wahl eines AfD-Politikers zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt.

Demo gegen Rechtsextremismus am Samstag in Koblenz

Unter dem Motto „Einigkeit und Recht und Freiheit – Keine Macht für Rechtsextreme!“ findet am Samstag, 10. Oktober, eine Kundgebung in Koblenz statt. Wie der Veranstalter, der SPD-Politiker Thorsten Rudolph, mitteilt, beginnt die Demonstration um 11 Uhr auf dem Münzplatz.

Anlass für den Protest ist die Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt. In Person von Rausch steht damit erstmals ein Vertreter der AfD an der Spitze eines deutschen Landesparlaments. Der dortige AfD-Landesverband wird vom Verfassungsschutz Sachsen-Anhalts als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Organisiert wird die Kundgebung in Koblenz von den demokratischen Parteien und Wählergruppen SPD, Grüne, Freie Wähler und Die Linke sowie deren Jugendorganisationen.

„Fundament unserer Demokratie schützen“

Veranstalter Thorsten Rudolph, Vorsitzender des Koblenzer SPD-Kreisverbands und Bundestagsabgeordneter, erklärt: „Einigkeit und Recht und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeit. Sie sind das Fundament unserer Demokratie, das wir gemeinsam schützen müssen.“ Wenn Vertreter einer gesichert rechtsextremistischen Partei in höchste Staatsämter gewählt würden, „dürfen wir nicht schweigen. Deshalb wollen wir über Parteigrenzen hinweg ein klares Zeichen setzen: Für unsere Demokratie und gegen Rechtsextremismus“, sagt Rudolph weiter.

Die Organisatoren rufen alle Bürger dazu auf, sich der Demonstration anzuschließen. Die Kundgebung wende sich an alle Menschen, die die Werte wie Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt teilen – unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit.