Die Extremschwimmerin Nathalie Pohl ist am Dienstagmorgen zu einem besonderen Rekordversuch gestartet: Sie will in vier Tagen von Frankfurt nach Köln schwimmen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, führt die 200 Kilometer lange Strecke sie dabei auch durch Koblenz.
Mit der Aktion „Rivers: Frankfurt to Cologne“ will die 31-jährige Marburgerin auf die Bedeutung des sicheren Schwimmens aufmerksam machen und Spenden für Schwimmprojekte für Kinder sammeln. Hintergrund ist die gestiegene Zahl der Badetoten in diesem Jahr. Laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind bis einschließlich Juli mindestens 261 Menschen in deutschen Gewässern ertrunken. „Dieses Jahr gibt es leider so viele Badetote“, sagt Pohl.
Auf ihrer Route sind mehrere Stopps geplant. Am Donnerstag, 13. August, will die Schwimmerin ab 10 Uhr in Koblenz am Deutschen Eck Halt machen.
Niedrigwasser als Herausforderung
Für ihr riskantes Projekt, vor dem DLRG und Wasserschutzpolizei grundsätzlich warnen, hat Pohl eine Sondergenehmigung erhalten. Eine zusätzliche Herausforderung ist das aktuelle Niedrigwasser im Rhein, das für weniger Strömung sorgt. „Wir werden nicht ganz so schnell vorwärtskommen wie geplant“, erklärt sie.
Pohl schwimmt von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, allerdings nicht allein. Sie ist jeweils zwei Stunden im Wasser, bevor sie von anderen Schwimmern abgelöst wird. „Als Team ist man immer stärker als allein“, betont die Extremsportlerin. Mehrere Boote begleiten die Schwimmer zur Sicherheit.