Nach dem Vollbrand eines Linienbusses auf der B9 am Sonntagnachmittag (1. März) kam es zu einem gefährlichen Zwischenfall. Wie die Polizei berichtet, nutzte ein ungeduldiger Autofahrer die Sperrung für ein lebensgefährliches Manöver und fuhr als Geisterfahrer auf die Bundesstraße.
Der Bus war zwischen der Rheinbrücke (B256) und der Anschlussstelle Andernach-Hafen in Brand geraten. Für die Löscharbeiten musste die B9 für mehrere Stunden voll gesperrt werden (wir berichteten). Da zeitgleich in Mülheim-Kärlich ein verkaufsoffener Sonntag stattfand, führte dies zu erheblichen Verkehrsproblemen und langen Staus.
Nur mit viel Glück kein schwerer Unfall
Trotz der unumgänglichen Sperrung zeigte ein Autofahrer laut Polizei „unverständliches Verhalten“. Der Mann wollte wegen einer privaten Angelegenheit nach Andernach-Süd und fuhr dafür entgegen der Fahrtrichtung auf die gesperrte B9 auf. Nur weil die Strecke noch komplett für den Verkehr blockiert war, kam ihm glücklicherweise niemand entgegen.
Kurz vor der Unfallstelle hielt der Fahrer an und erklärte den Einsatzkräften, er wolle nun an den wartenden Fahrzeugen vorbei weiter in die falsche Richtung fahren. Die Polizei betont, dass es nur eine Frage von Minuten war, die einen schweren Folgeunfall verhinderten. Wäre die Sperrung bereits aufgehoben gewesen, wäre der Mann als Falschfahrer frontal in den Gegenverkehr geraten.
Strafverfahren und eindringliche Warnung
Die Beamten stellten die Identität des Fahrers fest, erteilten ihm einen Platzverweis und leiteten ein Strafverfahren ein. Außerdem regten sie bei der zuständigen Behörde an, dem Mann vorläufig die Fahrerlaubnis zu entziehen.
Die Polizei weist eindringlich darauf hin, dass Sperrungen bei solchen Ereignissen zwingend notwendig sind, um den Einsatz schnellstmöglich abzuarbeiten. Auch wenn dies zu Verzögerungen führe und Nerven koste, sei es „in keinster Weise hinnehmbar und darüber hinaus absolut gefährlich“, die Anweisungen der Polizei zu ignorieren.