Gas-Alarm in Mülheim-Kärlich: Bagger reißt Hauptleitung auf

Bei Bauarbeiten in Mülheim-Kärlich hat ein Bagger eine Hauptgasleitung aufgerissen. Rund 100 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen, ein Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst war die Folge.

Gas-Alarm in Mülheim-Kärlich: Bagger reißt Hauptleitung auf

Ein Baggerunfall in Mülheim-Kärlich hat am Mittwochvormittag für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst gesorgt. In der Kapellenstraße wurde eine Hauptgasleitung beschädigt, was einen massiven Gasaustritt zur Folge hatte. Rund 100 Menschen mussten daraufhin ihre Häuser verlassen.

Rund 100 Anwohner evakuiert

Wie die Einsatzkräfte berichten, riss eine Baggerschaufel kurz nach 10:30 Uhr eine 160 Millimeter starke Gasleitung auf. Der Unfall ereignete sich bei Bauarbeiten in der Kapellenstraße, direkt neben dem „Alten Brauhaus“. Das ausströmende Gas war laut und deutlich zu riechen, woraufhin um 10:37 Uhr die Feuerwehr alarmiert wurde.

Da das Leck nicht sofort provisorisch abgedichtet werden konnte, richteten die Einsatzkräfte einen Sicherheitsradius von 50 Metern um die Unfallstelle ein. Etwa 100 Anwohner aus vier Straßen mussten ihre Wohnungen verlassen. Fünf von ihnen wurden liegend mit Krankentransportwagen in Sicherheit gebracht.

Reparatur schneller als erwartet

Für die evakuierten Personen wurde in der nahegelegenen Rheinland-Halle eine Betreuungsstelle eingerichtet. Dort übernahmen Helfer der Schnelleinsatzgruppen Betreuung und Verpflegung des Landkreises Mayen-Koblenz die Versorgung. Allerdings nahmen nicht alle Betroffenen das Angebot an.

Die Reparaturarbeiten durch den Energieversorger Energienetze Mittelrhein (enm) liefen schneller als zunächst angenommen. „Gemeinsam mit den Einsatzkräften der Feuerwehr konnten wir die Situation schnell unter Kontrolle bringen“, erklärt Eva Hoffend, Pressesprecherin der Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe). Gegen 13:00 Uhr war das Leck verschlossen, eine halbe Stunde später war die Leitung vollständig repariert. Die Evakuierung konnte daraufhin aufgehoben werden.

Insgesamt waren rund 75 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Mülheim-Kärlich und Weißenthurm, des Umweltzugs, des Rettungsdienstes sowie der Betreuungseinheiten im Einsatz.