Die Stadt Neuwied hat sich zu den Fusionsplänen von Cosmos Koblenz mit dem VfL Neuwied und Vatanspor Neuwied geäußert. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wurde die Spitze in dieser Woche in einem Gespräch über die Pläne informiert und bezog nun Stellung zur Frage möglicher Spielstätten.
An dem Gespräch nahmen Oberbürgermeister Jan Einig, Bürgermeister Peter Jung sowie Vertreter des VfL Neuwied und von Vatanspor Neuwied teil. Die Stadt betont, dass eine Fusion ein vereinsinterner Prozess sei, auf den man keinen Einfluss nehme. Man sei aber dankbar für die Information.
Ein zentrales Thema waren die infrastrukturellen Rahmenbedingungen, insbesondere die Frage nach einem geeigneten Stadion. Hierzu machten Einig und Jung deutlich, dass die vorhandenen Sportanlagen in Neuwied stark ausgelastet seien und sich an den Bedarfen der bestehenden Vereine orientieren. „Zusätzliche Kapazitäten stehen derzeit nicht zur Verfügung“, so die Stadt. Bestehende Nutzungen sollen nicht eingeschränkt oder Kapazitäten umverteilt werden. „Sollten über den aktuellen Bestand hinausgehende Anforderungen entstehen, müssten die dafür notwendigen zusätzlichen Kapazitäten durch den jeweiligen Verein selbst geschaffen werden.“
Prüfung möglicher Spielstätten
Die SG Neuwied trägt ihre Heimspiele aktuell auf der Sportanlage an der Bimsstraße aus. Ob diese die Voraussetzungen für einen Spielbetrieb in der Oberliga erfüllt, müsse noch geprüft werden. Mittelfristig könnte es laut Stadt aber die Möglichkeit geben, dort die Gesamtsituation spürbar zu verbessern.
Das Raiffeisen-Stadion entspreche aktuell nur eingeschränkt den Anforderungen für einen dauerhaften Spielbetrieb. Als Gründe nennt die Stadt den Zustand des Rasens und weitere Ausstattungsmerkmale. Eine bauliche Weiterentwicklung, wie eine Erweiterung der Tribüne, wäre nur mit einem erheblichen planerischen und zeitlichen Aufwand durch ein Bebauungsplanverfahren verbunden.