Am Sonntagabend schlug ein Meteorit in das Dach eines Wohnhauses im Koblenzer Stadtteil Güls ein. Nun hat die Polizei geklärt, wem das Gestein aus dem Weltall gehört und was damit weiter geschieht.
Wie die Polizei berichtet, traf das etwa faustgroße Gesteinsteil gegen 19 Uhr zunächst das Dach und landete dann im Schlafzimmer des Hauses. Dabei entstand ein fußballgroßes Loch. Verletzt wurde bei dem Vorfall glücklicherweise niemand.
Elf Gesteinsteile gefunden
Neben dem größten, etwa tennisballgroßen Brocken, wurden auf dem Grundstück noch zehn weitere, kleinere Fragmente entdeckt. Laut Polizei wiegen diese zwischen 6 und 161 Gramm. Eine genaue wissenschaftliche Einordnung des Gesteins steht noch aus.
Eigentümer darf Fund behalten
Eine zentrale Frage war, wem der Meteorit nun gehört. Die Polizei hat die Besitzansprüche geprüft und ist zu einem klaren Ergebnis gekommen: Der Fund steht dem Grundstückseigentümer zu. Das Gestein, das sich zur Untersuchung bei der Polizei befand, wird diesem nun übergeben.
Der Eigentümer, dessen Identität die Polizei zum Schutz der Privatsphäre nicht preisgibt, kann nun selbst über den Verbleib der Himmelskörper entscheiden. Es bestehe bereits Interesse von Experten, unter anderem vom Institut für Planetologie. Die Polizei stellt den Kontakt zwischen dem Eigentümer und verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen her. Nach weiteren Gesteinsteilen wird nicht aktiv gesucht.