Zwölf neue Wanderwege: So will Koblenz noch mehr Touristen anlocken

Koblenz soll zum Hotspot für Wanderer werden. Die Verwaltung will zwölf Prädikatswanderwege rund um die Stadt einrichten, um zusätzliche Touristen anzulocken.

Zwölf neue Wanderwege: So will Koblenz noch mehr Touristen anlocken

Koblenz solle künftig noch stärker als „Ausgangspunkt und Bestandteil eines regional vernetzten Wanderangebotes positioniert werden“, heißt es in einer Vorlage für den Stadtrat. „Die geplanten Wege sollen dazu beitragen, Koblenz dauerhaft als attraktive Wanderstadt mit eigenständigem touristischem Profil zu etablieren.“ Mit der Entwicklung der Rundwanderwege solle „die bestehende Angebotslücke zwischen lokalen Spazier- und Wanderwegen sowie den überregionalen Qualitätsfernwanderwegen geschlossen werden“.

Nach den Plänen der Stadt sollen die Strecken verschiedene Zielgruppen wie Spazierwanderer oder sportliche Tourengeher ansprechen und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufweisen. Danach soll es sieben Premiumwege geben zum Beispiel am Moselbogen, am Layer Berg und im Mühlenbachtal. Drei Strecken in Güls/Metternich, Arzheim und Pfaffendorf-Horchheim sollen Spazierwanderwege sein und zwei im Bereich der Festung Ehrenbreitstein bzw. Niederberg Premium-Stadtwanderwege. Die Eröffnung ist für das zweite Quartal 2027 geplant.

Routen verlaufen auf vorhandenen Wegen

Laut Verwaltung müssen dafür keine neuen Wege angelegt werden. Es seien „nur in begrenztem Umfang bauliche Eingriffe erforderlich“, da die Routen auf vorhandenen Wegen verlaufen. Um sie touristisch vermarkten zu können, strebt die Stadt eine Zertifizierung als Prädikatswanderwege durch das Deutsche Wanderinstitut an. Erforderlich dafür sind z.B. eine abwechslungsreiche und naturnahe Wegführung, eine durchgängige Beschilderung und eine wanderfreundliche Infrastruktur. Dafür müssen die Strecken von unabhängigen Institutionen geprüft werden.

Die Stadt schätzt die Gesamtkosten für die zwölf neuen Wanderwege auf 247.000 Euro. Allerdings soll sich das Land mit einem Zuschuss von 75 Prozent an den Kosten beteiligen. Mainz habe bereits „eine grundsätzliche Förderfähigkeit“ der Pläne signalisiert, schreibt die Verwaltung. Zusätzlich hofft die Stadt auf Sponsoren, die beispielsweise Ruhebänke aufstellen. Insgesamt sollen so nur etwa 86.000 Euro Kosten auf die Stadt zukommen. Dazu kommen Folgekosten von rund 20.000 Euro pro Jahr.