Rund um den Warenhausbetreiber Galeria gibt es neue Unruhe. Wie die „Immobilien Zeitung“ berichtet, beklagen mehrere Vermieter, dass die Mietzahlungen für April nicht eingegangen sind. In einigen Fällen soll Galeria um eine Stundung gebeten haben.
Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist unter anderem die Filiale am Berliner Alexanderplatz betroffen. Ein Sprecher des Vermieters Commerz Real sagte: „Wir beobachten das mit Sorge. Bisherige Kontaktversuche sind ins Leere gelaufen. Es ist niemand erreichbar, sodass wir uns fragen, wie es jetzt weitergeht“. Sollte die Miete weiter ausfallen, müsse man einen Alternativmieter suchen. Ein weiteres Unternehmen bestätigte der dpa, dass die Miete für April nicht pünktlich und vollständig bezahlt wurde.
Galeria selbst äußerte sich auf Nachfrage nicht zu den Vorwürfen. „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Fragen zu internen Vertragsdetails sowie zu laufenden Gesprächen und Verhandlungen nicht kommentieren“, teilte der Konzern mit.
Drohen weitere Schließungen?
Bereits im März hatte Galeria angekündigt, die Mietverträge von acht Standorten neu verhandeln zu wollen. Betroffen sind Filialen in München, Berlin, Köln, Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg. Die Filiale in Koblenz gehört nicht dazu. Sollte bei den Verhandlungen keine Einigung erzielt werden, bestehe laut Galeria auch die Möglichkeit von Schließungen.
Der Konzern hatte Anfang 2024 erneut Insolvenz angemeldet. Als Gründe wurden die finanzielle Schieflage des Mutterkonzerns Signa sowie hohe Mietkosten genannt. Neun Warenhäuser wurden im Sommer 2024 geschlossen. Inzwischen gehört Galeria einer US-Investmentgesellschaft und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz. Deutschlandweit betreibt die Kette noch 83 Warenhäuser mit rund 12.000 Mitarbeitern.