Ein Feuer auf einer großen Wald- und Wiesenfläche zwischen Langenfeld und Langscheid hält seit Freitagnachmittag zahlreiche Einsatzkräfte in Atem. Wie das Polizeipräsidium Koblenz und die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz mitteilen, geht mit dem Brand eine massive Rauchentwicklung einher. Rund 50 Hektar Fläche sind betroffen, was rund 70 Fußballfeldern entspricht.
Großeinsatz wird von Kreisverwaltung koordiniert
Die Einsatzleitung für den Großeinsatz hat die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz übernommen. Zahlreiche Feuerwehreinheiten aus dem Landkreis sowie aus den benachbarten Kreisen Ahrweiler und Cochem-Zell sind vor Ort. Unterstützung kommt zudem von der Berufsfeuerwehr Koblenz und dem Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz. Auch ein Polizeihubschrauber ist im Einsatz, um die Löscharbeiten aus der Luft zu unterstützen. Die Einsatzkräfte arbeiten mit Hochdruck daran, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Wie groß die betroffene Fläche ist, konnte zunächst nicht gesagt werden.
Warnung an die Bevölkerung: Fenster und Türen schließen
Wegen der starken Rauchentwicklung wurde über die offiziellen Warnsysteme eine Meldung an die Bevölkerung herausgegeben. Betroffen sind demnach insbesondere die Bereiche Langenfeld, Hohenleimbach, Arft, Nettershöfe, Hausten und Morswiesen. Anwohner werden dringend gebeten, das Gebiet zu meiden. Fenster und Türen sollen geschlossen sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abgeschaltet werden. Zudem wird darum gebeten, auf Durchsagen der Einsatzkräfte und weitere Informationen über die Warnkanäle zu achten.
Langenfeld und Arft sollen sich auf Evakuierung vorbereiten
Die Integrierte Leitstelle Koblenz gab eine weitere Warnmeldung heraus, die unter anderem über die Apps NINA und KATWARN verbreitet wurde. Darin werden die Einwohner der Ortschaften Langenfeld und Arft aufgefordert, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten. Es handele sich um eine vorsorgliche Maßnahme. Die Menschen in den beiden Orten sollen ein Notgepäck mit dem Nötigsten für zwei bis drei Tage bereithalten. Die Behörden bitten darum, auch Nachbarn zu informieren und insbesondere älteren oder immobilen Menschen zu helfen. Anweisungen der Einsatzkräfte, die auch per Lautsprecher erfolgen, sei unbedingt Folge zu leisten.