Nach einem mutmaßlichen Sexualdelikt in der vergangenen Woche in Koblenz warnt die Polizei vor falschen Fahndungsaufrufen, die derzeit in den sozialen Medien kursieren. Das teilt das Polizeipräsidium Koblenz am Montag mit.
Die Kriminaldirektion Koblenz ermittelt unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Koblenz wegen des Verdachts eines Sexualdelikts. Weitere Angaben zur Tat macht die Polizei derzeit nicht, um die Persönlichkeitsrechte des Opfers und dessen Familie zu schützen und eine beweissichere Strafverfolgung zu sichern.
Bitte an Bevölkerung
In den sozialen Medien werden aktuell Nachrichten und angebliche Fahndungsaufrufe verbreitet, die auf einen Tatverdächtigen hinweisen sollen. Die Polizei stellt jedoch klar: „Wir müssen ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese ‘Fahndungsaufrufe’ KEINE tatsächlich tatverdächtige Person zeigen und dass diese Aufrufe nicht mit der Polizei abgestimmt oder autorisiert worden sind.“
Die Polizei arbeite mit Hochdruck an der Aufklärung des Falls. Solche Falschmeldungen würden die Ermittlungen allerdings unnötig erschweren. Die Beamten weisen zudem darauf hin, dass die Verbreitung von Fotos mit falschen Verdächtigungen eine Straftat darstellen kann und appellieren an die Bevölkerung: „BITTE BETEILIGEN SIE SICH NICHT AN DIESEN SPEKULATIONEN UND AUFRUFEN UND TEILEN SIE DIESE NICHT!!!“