Der traditionelle Schiffskonvoi bei „Rhein in Flammen“ von Spay/Braubach nach Koblenz fällt aus. Das teilt die Rhein in Flammen GmbH mit. Die Großveranstaltung selbst findet aber wie geplant am Wochenende vom 7. bis zum 9. August 2026 statt.
Grund für die Absage des Konvois sind die Wasserstandsprognosen für den Veranstaltungssamstag, den 8. August 2026. Am Pegel Koblenz wird ein historischer Niedrigwasserstand zwischen 6 und 10 Zentimetern erwartet. Damit würde die Sicherheitsgrenze von 50 Zentimetern deutlich unterschritten. Ein ähnlicher Schritt war bereits 2022 nötig, die diesjährigen Prognosen liegen aber noch unter den damaligen Werten.
Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt bewerteten die Vorhersagen. Nach ihrer Einschätzung ist ein sicherer Start des Konvois nicht gewährleistet. Die Veranstalter sagten den Konvoi daher frühzeitig ab, um den Reedereien und ihren Gästen Planungssicherheit zu geben. „Wir wissen, dass diese Entscheidung insbesondere für die Gäste auf den Schiffen enttäuschend ist“, sagt Jochen Benekenstein, Geschäftsführer der Rhein in Flammen GmbH. „Angesichts der außergewöhnlichen Niedrigwasserlage gibt es hierzu jedoch keine sichere Alternative. Die Sicherheit aller Beteiligten hat dabei oberste Priorität.“
Liegendveranstaltung vor der Festung Ehrenbreitstein
Statt des Konvois wird es für die angemeldeten Fahrgastschiffe eine stationäre Veranstaltung, eine sogenannte Liegendveranstaltung, geben. Die Schiffe werden sich am Samstagabend vor der Festung Ehrenbreitstein positionieren. Um 23 Uhr startet dort die Drohnenshow, gefolgt vom Abschlussfeuerwerk. Dafür wird der Rhein zwischen 21:30 und 24 Uhr für den Schiffsverkehr gesperrt.
Die Landprogramme in den Anliegergemeinden Koblenz, Lahnstein, Spay, Rhens und Braubach sind von der Absage des Schiffskonvois nicht betroffen. Auch die Feuerwerke entlang der Strecke sollen nach derzeitigem Stand wie geplant stattfinden.