Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) baut ihre Ladeinfrastruktur für Elektroautos in der Region weiter aus und senkt die Preise an ihren öffentlichen Ladestationen. Das teilt das Unternehmen mit. Hintergrund ist die gestiegene Zahl an Elektroautos. Laut Kraftfahrt-Bundesamt wurden von Januar bis April 2026 rund 224.000 E-Autos neu zugelassen, ein Anstieg von über 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Diesen Anstieg spürt auch die evm. „Bei unseren öffentlichen Ladestationen verzeichnen wir ein rasantes Wachstum“, berichtet evm-Sprecher Marcelo Peerenboom. Während das Unternehmen 2025 noch 79.000 Ladevorgänge an seinen 220 öffentlichen Ladepunkten zählte, rechnet es für dieses Jahr mit 100.000. Das Ladevolumen steigt voraussichtlich von 1,8 Millionen auf 2,5 Millionen Kilowattstunden. „Das zeigt, dass wir mit unserer Strategie des bedarfsgerechten Ausbaus richtig liegen“, so Peerenboom.
Kürzlich hat die evm in der Koblenzer Löhrstraße eine Ladesäule mit zwei Ladepunkten in Betrieb genommen. Weitere neue Ladepunkte sollen in Plaidt sowie in den Koblenzer Stadtteilen Metternich, Horchheimer Höhe, Karthause und Wallersheim folgen.
Günstiger laden und Sondertarife
Seit dem 1. Mai gelten neue Preise für das spontane Laden ohne Vertrag (Adhoc-Laden). An den DC-Schnellladepunkten kostet die Kilowattstunde 56 Cent. Nach einer kostenfreien Standzeit von meist 120 Minuten wird eine Blockiergebühr von 10 Cent pro Minute fällig. An den AC-Ladepunkten liegt der Preis bei 47 Cent pro Kilowattstunde. Hier fällt die Blockiergebühr ab der 241. Minute an. Zwischen 22 und 8 Uhr werden an den AC-Säulen keine Standzeitgebühren erhoben, damit Anwohner ihr Auto über Nacht laden können.
Besonders günstig wird es ab dem 1. August in Mülheim-Kärlich. An den DC-Ladepunkten in der Industriestraße 49 kann für 39 Cent pro Kilowattstunde geladen werden. Für das Adhoc-Laden wird keine Ladekarte benötigt. Der Ladevorgang kann per Kreditkarte oder durch das Scannen eines QR-Codes gestartet und bezahlt werden.