Galeria in Koblenz: Mitarbeiter im Ungewissen – „Ein schlimmer Rückschlag“

Die Zukunft des Galeria-Warenhauses in der Koblenzer Löhrstraße ist ungewiss. Über 60 Beschäftigte bangen um ihre Jobs und beklagen fehlende Informationen. Die Sorge um die Innenstadt wächst.

Galeria in Koblenz: Mitarbeiter im Ungewissen – „Ein schlimmer Rückschlag“

Die Zukunft des Warenhauses Galeria in der Koblenzer Löhrstraße ist weiterhin ungeklärt und die Sorge bei den mehr als 60 Beschäftigten wächst. Wie Merkurist bereits im Juli berichtete, steht der Standort auf einer Liste von 33 Filialen, die der Konzern auf ihre Wirtschaftlichkeit prüft. Wie die Landtagsabgeordnete Anna Köbberling (SPD) mitteilt, wurde bei einem Gespräch mit den Mitarbeitern am Montag die angespannte Lage erneut deutlich.

Wie die Arbeitnehmervertretung berichtet, belastet die große Unsicherheit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr. Es fehle bisher an ausreichenden Informationen über die weiteren Pläne und die Perspektiven für das Personal. Die Forderung nach mehr Transparenz wird lauter. „Für die Beschäftigten geht es ganz konkret um ihre Arbeitsplätze und ihre Zukunft. Sie brauchen deshalb schnell mehr Klarheit“, erklärte Köbberling nach dem Austausch mit dem Betriebsratsvorsitzenden Mario Voci.

Sorge um die Koblenzer Löhrstraße

Doch nicht nur die Angestellten blicken mit Sorge auf die kommenden Entscheidungen. Auch für die Koblenzer Innenstadt steht viel auf dem Spiel. Ein Wegfall von Galeria würde einen weiteren großen Leerstand in der Löhrstraße bedeuten und die Entwicklung der Stadtmitte zusätzlich belasten.

„Die Löhrstraße darf gegenüber der Altstadt nicht weiter ins Hintertreffen geraten. Ein weiterer großer Leerstand wäre für die Innenstadtentwicklung ein schlimmer Rückschlag“, sagte Köbberling. Um die Stadtmitte attraktiv zu halten, sei eine Zusammenarbeit von Stadt, Eigentümern, Handel und Politik nötig. Ob der Galeria-Standort erhalten bleibt, hängt von den Verhandlungen des Konzerns mit dem Vermieter ab.