Seit Jahren liegt das Stieffenhofer-Areal in Koblenz-Güls an der B416 (Moselweinstraße) am Ortsausgang in Richtung Winningen brach. Nun gibt es einen neuen Eigentümer: den Discounter-Konzern Lidl. Das berichtet die Rhein-Zeitung.
Eine Unternehmenssprecherin habe gegenüber der Zeitung bestätigt: „Wir sind seit 2024 Eigentümer des Grundstücks (...) in Koblenz-Güls.“ Demnach befinde man sich aktuell in der Planungsphase und stehe dazu in Abstimmung mit der Stadt Koblenz. Konkrete Angaben zu den Plänen, Zeitabläufen oder der künftigen Nutzung könne das Unternehmen derzeit aber nicht machen, da es sich um ein laufendes Vorhaben handle. Weitere Informationen könne es im Januar des kommenden Jahres geben.
Stadt will Einzelhandel im Ortskern schützen
Die Stadt Koblenz verfolgt für das Gelände an der B416 allerdings andere Ziele. Laut Stadt-Pressesprecher Andreas Egenolf seien die planungsrechtlichen Rahmenbedingungen unverändert. Das Ziel der Stadt sei es, den Bereich in Richtung Mosel als Grünfläche zu entwickeln und großflächigen Einzelhandel zu verhindern.
„Diesem Ziel stehen die Planungen des Eigentümers entgegen, der hier eine Einzelhandelsansiedlung plant“, wird Egenolf zitiert. Eine Verlagerung von Einzelhandelsbetrieben auf das Areal sei nicht im Sinne der Stadtentwicklung, die das bestehende Ortszentrum sichern und stärken wolle. Derzeit würden weitere Optionen mit allen Beteiligten geprüft.
Hintergrund ist die Sorge von Lokalpolitikern, der innerörtliche Supermarkt könnte an die Bundesstraße ziehen, um sich dort zu vergrößern. Dies wolle man verhindern, da der Markt vor allem für ältere Menschen eine wichtige Anlaufstelle zum Einkaufen und für soziale Kontakte sei.