Gute Nachrichten für die Alte Burg in Koblenz: Die Stadt erhält vom Bund 240.000 Euro, um ein Instandsetzungskonzept für das historische Gebäude zu erstellen. Das teilten die Koblenzer Bundestagsabgeordneten Thorsten Rudolph (SPD) und Josef Oster (CDU) am Mittwoch mit.
Die Fördersumme stammt aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes und deckt die Hälfte der Kosten für das insgesamt 480.000 Euro teure Konzept. Dieses soll die Grundlage für eine umfassende Sanierung zur Erhaltung der Bausubstanz der Burg bilden.
„Die Alte Burg prägt das Koblenzer Stadtbild und ist zudem ein beeindruckendes Dokument unserer Stadtgeschichte. Es bestehen keine Zweifel daran, dass wir dieses wichtige historische Bauwerk erhalten müssen“, erklärt Rudolph, der sich als Mitglied des Haushaltsausschusses für die Förderung eingesetzt hatte. Auch Oster betont die Bedeutung der Förderung: „Sie ist ein starkes Signal für den Erhalt unserer historischen Identität und ein wichtiger Beitrag zum Schutz eines herausragenden Kulturdenkmals in unserer Stadt.“
Die Zusage war nicht selbstverständlich: Bundesweit lagen für das Programm mehr als 600 Anträge vor, von denen 144 eine Förderung erhielten.
Zukunft der Burg noch unklar
Die Alte Burg ist eine ehemalige kurfürstliche Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert und prägt das Bild der Koblenzer Altstadt am Moselufer. Derzeit ist in dem erhaltenen Burghaus noch das Stadtarchiv untergebracht, das voraussichtlich bis Ende des Jahres ausziehen wird.
Eine Entscheidung über die zukünftige Nutzung des Gebäudes ist noch nicht gefallen. Fest steht jedoch, dass die Burg umfassend saniert werden muss. „Ich bin froh, dass sich die Stadt auf den langen Weg gemacht hat, um dieses Gebäude in den Zustand zu versetzen, den es verdient hat“, so Rudolph. Er werde das Projekt in Berlin weiter unterstützen.