Der Gewinn beim Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres 2026 um 80 Prozent eingebrochen. Das berichtet t-online.de. Während der Konzern bereits ein Sparprogramm aufgelegt hat, gibt es für den Standort Koblenz positive Nachrichten von der Gewerkschaft IG Metall.
Dem Bericht zufolge sei das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal von 749 Millionen Euro auf 149 Millionen Euro gesunken. Der Umsatz sei um 13 Prozent auf 9,98 Milliarden Euro zurückgegangen. Als Hauptgrund für die schwachen Zahlen nenne das Unternehmen eine geringere Profitabilität im Nordamerika-Geschäft. Dort leide Daimler Truck unter US-Einfuhrzöllen gegenüber Mexiko und einer Flaute im amerikanischen Logistiksektor.
Um wettbewerbsfähiger zu werden, habe Daimler Truck bereits im vergangenen Jahr ein Sparprogramm aufgelegt, mit dem in Deutschland rund 5.000 Stellen wegfallen sollen.
„Überfälliger Schritt“ in Koblenz
Für den Standort Koblenz scheint die Lage jedoch eine andere zu sein. Wie Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz, auf Merkurist-Anfrage mitteilt, werde der Standort aufgewertet. „Insbesondere dahingehend, dass ja in Koblenz neu gebaut wird. Und das war ein überfälliger Schritt, was wir ausdrücklich begrüßen“, sagte Yener. Der Neubau sei seit fast einem Jahrzehnt in der Diskussion. Der Standort an den Autobahnen A48, A61 und A3 sowie der Bundesstraße B9 sei für Daimler Truck strategisch wichtig (wir berichteten).
Auch der Konzern selbst blickt trotz des schwierigen ersten Quartals optimistisch in die Zukunft. So seien die Auftragseingänge im ersten Quartal um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, wie t-online.de berichtet. Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström wird mit den Worten zitiert: „Wir sind gut aufgestellt, um im weiteren Jahresverlauf trotz eines herausfordernden ersten Quartals weitere Verbesserungen zu erzielen.“ Diese Dynamik werde sich voraussichtlich positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken.