Neben der bereits bekannten Sanierung der B42 zwischen Ehrenbreitstein und Urbar muss in Koblenz auch die B9 zwischen Europabrücke und der Friedrich-Mohr-Straße erneuert werden. Damit drohen den Pendlern weitere Staus – egal, ob sie rechts- oder linksrheinisch von oder nach Koblenz fahren.
Bei mehreren Untersuchungen des Straßenzustands sei festgestellt worden, dass der gesamte Bauabschnitt der vielbefahrenen B9 „vollständig zu erneuern ist“, heißt es in einer Ausschreibung der Stadt. Es bestehe „dringender Handlungsbedarf“, weil der Verbund der verschiedenen Schichten des Asphaltoberbaus im betroffenen Straßenabschnitt „mangelhaft oder teilweise gar nicht mehr vorhanden“ sei.
Ingenieurleistungen sind ausgeschrieben
Betroffen sind beide Fahrtrichtungen auf einer Länge von knapp einem Kilometer etwa ab dem Ende der Europabrücke in Lützel bis zur Ausfahrt stadtauswärts am Bauhaus. Ausgeschrieben wird vorerst nur die Ingenieurleistung für die Arbeiten. Der Auftrag soll von Ende März dieses Jahres bis Juli 2028 laufen.
Der betroffene Straßenabschnitt ist der wichtigste Zufahrtsweg aus Richtung Norden nach Koblenz mit 88.000 Fahrzeugen pro Tag. Deshalb soll die Sanierung so geplant werden, dass der Verkehr weiterlaufen kann. Eine Vollsperrung sei „nicht möglich“, heißt es im Ausschreibungstext.
Vielzahl langwieriger Baumaßnahmen
Auf Autofahrer von und nach Koblenz kommen also weitere stauanfällige Zeiten zu – es droht der Verkehrs-Kollaps. Denn es laufen eine Vielzahl von langwierigen Straßenbaumaßnahmen. Bereits im Frühjahr beginnt die Sanierung der rechtsrheinischen Strecke auf der B42 zwischen dem Stadtteil Ehrenbreitstein und Urbar. Die Erneuerung der Pfaffendorfer Brücke läuft weiter bis 2029.
Ab Anfang 2027 soll auch die Brücke des Friedrich-Ebert-Rings über die Mainzer Straße komplett erneuert werden. Dann muss auch noch die Europabrücke über die Mosel grundsaniert werden. Und: Im ersten Halbjahr 2028 soll der Koblenzer Hauptbahnhof gesperrt werden, weil die linksrheinische Zugstrecke nach Köln überholt wird. In dieser Zeit soll der Zugverkehr komplett über die rechtsrheinische Seite geführt werden und der Bahnhof Ehrenbreitstein für diese Zeit als Hauptbahnhof fungieren. Das wird zu zusätzlichem Verkehr in und um Ehrenbreitstein führen.