Auf dem Werksgelände der Firma Zschimmer & Schwarz in Lahnstein hat es am Mittwochabend (7. Oktober) eine Verpuffung gegeben. Der Vorfall löste einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei aus. Das meldet die Polizeidirektion Koblenz.
Gegen 17:20 Uhr kam es aus bislang ungeklärter Ursache im Produktionsbereich des Chemieunternehmens zu der Verpuffung. Unmittelbar nach dem Vorfall waren die firmeneigene Werkfeuerwehr sowie weitere alarmierte Rettungskräfte zur Stelle, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Die Situation am Einsatzort gestaltete sich jedoch schwierig. Aufgrund des anhaltenden Niedrigwassers im Rhein war die Wasserversorgung für mögliche Löscharbeiten stark eingeschränkt. Dieses Problem zwang die Einsatzleitung dazu, vorsorglich eine große Anzahl weiterer Rettungskräfte aus der Umgebung anzufordern.
Bevölkerung gewarnt, aber keine Gefahr
Wegen des Großeinsatzes und der unklaren Lage zu Beginn wurde über die Warn-App KATWARN eine Meldung an die Bevölkerung im Umkreis herausgegeben. Die Anwohner wurden gebeten, aufmerksam zu sein und die weiteren Entwicklungen zu verfolgen.
Spezialisten führten umgehend Messungen der Umgebungsluft durch, um eine mögliche Gefährdung durch Schadstoffe auszuschließen. Die Ergebnisse brachten schnell Entwarnung: Laut Polizei konnte eine Gefahr für die Bevölkerung vollständig ausgeschlossen werden, woraufhin die KATWARN-Meldung wieder zurückgenommen wurde. Die Ursache für die Verpuffung ist nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Gegenüber dem SWR entschuldigte sich Frank Richter, der Geschäftsführer bei Zschimmer & Schwarz, bei den Anwohnern für die Geruchsbelästigung. Die Sicherheit unserer Mitarbeitenden und der Nachbarschaft habe höchste Priorität gehabt. Die Ursache der Verpuffung würde derzeit noch untersucht.