Das Beste kommt zum Schluss. Das galt bei den Finalspielen der Central European Hockey League (CEHL) um den CEHL-Cup und die -Meisterschaft in der vergangenen Saison. Zwei Mal standen sich der EHC Neuwied und die Snackpoint Eaters Limburg-Geleen (Niederlande) gegenüber.
In dieser Saison heißt es: Das Beste kommt direkt zu Beginn. Denn am Freitagabend, 26. September, empfangen die Bären am ersten Spieltag ab 20 Uhr als Meister den Vizemeister. „Wir waren die dominierenden Mannschaften in der vergangenen Saison und ich könnte mir vorstellen, dass das auch im neuen Spieljahr wieder so sein wird“, stellt Neuwieds Manager Carsten Billigmann eine Prognose auf.
Weitere Klasse und Erfahrung für die Abwehr
Warum auch nicht. Die Bären haben sich vor allem in der Abwehr noch weitere Klasse und Erfahrung gesichert. „Dort sehe ich uns deutlich stärker aufgestellt als im Meisterjahr“, freuen sich Billigmann und Trainer Jeffrey van Iersel auf die Verpflichtungen von Marcus Götz, Ludvig Hedström, Jonas Burghard und Justin Polok.
Für die Offensive zogen die Bären Philip Kecojevic und Christian Sprez an Land, auf der Torhüterposition gibt es die Neuzugänge Jonas Gähr und Mika Schifferdecker. Besonders interessant ist der Freitagabend für den neuen Neuwieder Coach. Jeffrey van Iersel gewann mit Geleen den Cup und die Vizemeisterschaft 2025, jetzt trifft der Niederländer, der in Neuwied die Nachfolge von Leos Sulak antritt, auf seinen langjährigen Verein, den er kontinuierlich nach oben führte.
Die Eaters können in weiten Teilen auf ihre starke Vorjahres-Mannschaft bauen, mit dem Finnen Tuukka Rajamäki und dem ukrainischen Nationalspieler Evgen Fadyeev kamen zwei starke Imports hinzu.
Angriff hat noch Luft nach oben
„Wir haben in den Vorbereitungsspielen gezeigt, dass wir hinten gut stehen. Was wir noch brauchen, ist mehr Torgefahr. Wir waren eigentlich in jedem Spiel die überlegene Mannschaft, haben uns auch viele gute Möglichkeiten herausgespielt, aber daraus verhältnismäßig wenig gemacht“, resümiert Billigmann die Testspielphase.
Am ersten Liga-Wochenende erhofft sich der EHC-Manager eine bessere Ausbeute. Ein paar Spieler sind zwar angeschlagen, aber der Kader sollte in der Breite gut genug besetzt sein, um eventuelle Ausfälle zu kompensieren.
Zweites Spiel am Samstag in Lüttich
Viel zeit zum Regenerieren haben die Bären nicht, weil die Punktejagd bereits am Samstag, 27. September, ab 19.30 Uhr in Belgien bei den Lüttich Bulldogs weitergeht. Lüttich wurde auf der Suche nach neuen Kontingentspielern in Deutschland fündig. Logan Denoble punktete in Herford in der Oberliga zuverlässig, Anthony Gagnon spielte zuletzt für Erding und Dingolfing in der Bayernliga.
„Lüttich ist stets ein heißes, emotionales Pflaster. Das wird wie immer kein Zuckerschlecken und ein weiterer Härtetest. Eines steht fest: Unser erstes Saisonwochenende zeigt uns direkt, wie es um unsere Form bestellt ist“, ist Carsten Billigmann gespannt, wie der EHC im Vergleich mit anderen Spitzenmannschaften zum Start aussieht.