Die drei Koblenzer Stadtratsfraktionen CDU, Grüne und SPD wollen bei der Sitzung am Donnerstag, 25. Juni 2026, einen gemeinsamen Antrag zur Verwendung von rund 85 Millionen Euro aus einem Sondervermögen des Bundes einbringen. Das berichtet der SWR. Die Liste der Fraktionen unterscheide sich dabei von den Vorschlägen der Stadtverwaltung.
Das Geld solle nicht zur Sanierung des defizitären Haushalts genutzt werden, sondern in Projekte fließen, die ohne die Mittel kaum realisierbar wären. „Mit den Projekten investieren wir gezielt in die Zukunft von Koblenz und schaffen echte Verbesserungen für die Koblenzerinnen und Koblenzer“, hätten die Fraktionsvorsitzenden betont. Geplant seien unter anderem Investitionen in den Klimaschutz an zwei Gymnasien, neue Toilettenanlagen an zwei Grundschulen sowie neue Mehrzweckhallen für Vereine in Arzheim, Niederberg und Güls.
Stadion-Sanierung als größter Posten
Der größte Einzelposten auf der Liste sei die Sanierung des Stadions Oberwerth mit 26 Millionen Euro. Zusammen mit bereits bewilligten Bundesmitteln stünden damit insgesamt 34 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel sei es, in Koblenz künftig wieder hochkarätige Leichtathletik-Veranstaltungen ausrichten zu können. „Wir wären dann in Rheinland-Pfalz die Sportstätte, die das alles bedienen könnte“, wird Stephan Otto von der CDU zitiert.
Auch markante Immobilien wie das Münzmeisterhaus und die Alte Burg an der Balduinbrücke sollen von dem Geld profitieren. Fünf Millionen Euro seien zudem für Projekte im Rahmen der Bundesgartenschau 2029 vorgesehen. Damit solle insbesondere der Wasserspielplatz am Deutschen Eck, der seit der BUGA 2011 immer wieder wegen technischer Defekte ausfalle, endlich störungsfrei in Betrieb genommen werden. Da die drei Fraktionen über eine Mehrheit im Stadtrat verfügen, gehen sie davon aus, dass ihr Antrag beschlossen wird.