Der Discounter Lidl hat das lange brachliegende Stieffenhofer-Areal in Koblenz-Güls gekauft (Merkurist berichtete), stößt mit seinen Plänen aber auf Widerstand bei der Stadt. Das berichten verschiedene lokale Medien.
Die Stadtverwaltung und Baudezernent Andreas Lukas stehen den Plänen von Lidl ablehnend gegenüber. Die Sorge ist, dass ein großflächiger Einzelhandel an dieser Stelle den bestehenden Ortskern von Güls schwächen könnte. Auch im Stadtrat zeichnet sich derzeit keine politische Mehrheit ab, die das Baurecht für einen neuen Discounter an der Bundesstraße 416 ändern würde.
Insbesondere die CDU in Güls befasst sich mit dem Thema und diskutiert die Zukunft des Einzelhandels im Stadtteil. Dabei geht es auch um die mögliche Konkurrenz für bereits vorhandene Nahversorger wie den örtlichen Rewe-Markt.
Alternative Ideen für das Areal
Schon bevor Lidl das Gelände kaufte, gab es parteiübergreifend andere Visionen für die Brachfläche. So forderte die Gülser Ortspolitik lange, dass die Stadt Koblenz das Areal selbst erwerben solle, um die Kontrolle über die Entwicklung zu behalten.
Als weitere Alternativen waren in der Vergangenheit der Bau eines neuen Bürgerhauses für den Stadtteil, Wohnungen oder eine kleinteilige Gewerbenutzung ohne Einzelhandel im Gespräch. Solche Nutzungen würden sich nach Ansicht der Befürworter besser in die Landschaft am Moselufer einfügen. Die Situation gleicht nun einer Hängepartie: Lidl ist zwar Eigentümer der Fläche, darf ohne die Zustimmung der Stadt und ein entsprechendes Baurecht aber nicht wie gewünscht bauen.