Weltkriegsbombe in Koblenz entschärft: Evakuierung aufgehoben

Die 500-Kilo-Weltkriegsbombe ist am Mittwochmorgen in Koblenz erfolgreich entschärft worden. Zuvor mussten rund 1.100 Menschen in Güls und Lay ihre Häuser verlassen.

Weltkriegsbombe in Koblenz entschärft: Evakuierung aufgehoben

Nach dem Fund einer amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Koblenz herrscht nun Erleichterung: Der 500 Kilogramm schwere Blindgänger wurde am Mittwochvormittag auf einem Schiff im Gülser Moselbogen erfolgreich entschärft. Wie die Stadt Koblenz mitteilt, ist die Evakuierung aufgehoben.

Entdeckt wurde die Bombe bereits am Gründonnerstag bei Baggerarbeiten im Rhein an der Baustelle der Pfaffendorfer Brücke. Um eine Evakuierung von rund 16.000 Menschen am Fundort zu vermeiden, entschieden sich die Behörden für ein besonderes Vorgehen: Die Bombe verblieb auf dem Baggerschiff, das für die Entschärfung in den Gülser Moselbogen verlegt wurde.

Gute Erfahrungen aus dem Vorjahr

Durch diesen Ortswechsel musste nur ein 1000-Meter-Radius evakuiert werden, wovon etwa 1.100 Personen in den Stadtteilen Lay und Güls betroffen waren. „Die im vergangenen Jahr beim ersten Bombenfund im Rhein gemachten, guten Erfahrungen haben uns dazu bewogen, den aktuellen Kampfmittelfund dieses Mal erneut im Gülser Moselbogen zu entschärfen“, erklärt Bürgermeisterin Ulrike Mohrs. Bereits im April 2025 war an gleicher Stelle eine Bombe auf demselben Schiff entschärft worden.

Die Evakuierung am Mittwochmorgen verlief weitgehend nach Plan. Bis 8:30 Uhr mussten die Anwohner den Bereich verlassen, wobei laut Stadt drei Personen erst durch gutes Zureden dazu bewegt werden konnten. Für Menschen ohne alternative Unterkunft stand die Legiahalle bereit. Auch der Campingplatz Güls, der Sportboothafen, die Bahnstrecke entlang der Mosel sowie die Bundesstraßen 416 und 49 waren gesperrt.

Bürgermeisterin dankt für Geduld und Verständnis

Nachdem die Einsatzkräfte das Areal kontrolliert und um 9:45 Uhr freigegeben hatten, konnte der Kampfmittelräumdienst mit seiner Arbeit beginnen. Um 10:11 Uhr kam die erlösende Nachricht: Die Bombe ist entschärft. Rund 200 Helfer verschiedener Organisationen waren im Einsatz.

Bürgermeisterin Ulrike Mohrs lobte den reibungslosen Ablauf: „Ich danke allen, die heute zur erfolgreichen Entschärfung der Weltkriegsbombe beigetragen haben.“ Ihr besonderer Dank gelte auch den betroffenen Bürgern für ihre erneute Geduld und ihr Verständnis. „Dieses Ereignis zeigt wieder einmal mehr, wie stark der gesellschaftliche Zusammenhalt in unserer Stadt ist.“