Bomben-Entschärfung in Koblenz: 1.100 Menschen müssen evakuiert werden

Nach dem Bombenfund in Koblenz stehen nun Ort und Zeit der Entschärfung fest. Am Mittwoch müssen rund 1.100 Menschen ihre Häuser verlassen. Der Blindgänger wird an einem ungewöhnlichen Ort entschärft.

Bomben-Entschärfung in Koblenz: 1.100 Menschen müssen evakuiert werden

Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe bei Bauarbeiten in Koblenz am Gründonnerstag steht nun das weitere Vorgehen fest. Wie die Stadt Koblenz am Samstagnachmittag nach einer Lagebesprechung mitteilte, wird der Blindgänger am kommenden Mittwoch, 8. April, entschärft.

Bei der Bombe handelt es sich um einen 500 Kilogramm schweren Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg mit einem intakten und einem abgebrochenen Zünder. Sie wurde bei Baggerarbeiten im Rhein an der Baustelle für die neue Pfaffendorfer Brücke entdeckt und auf das Baggerschiff geladen. Laut Experten des Kampfmittelräumdienstes ist eine Umlagerung der Bombe zu gefährlich, weshalb die Entschärfung auf dem Schiff stattfinden muss. Das Schiff wurde bereits am Donnerstag in die Moselschleuse gebracht und wird dort bewacht.

Für die Entschärfung wird das Schiff in den Gülser Moselbogen verlegt. Durch diesen neuen Ort müssen deutlich weniger Menschen evakuiert werden. „Die im vergangenen Jahr beim ersten Bombenfund im Rhein gemachten, guten Erfahrungen haben uns dazu bewogen, den aktuellen Kampfmittelfund dieses Mal erneut im Gülser Moselbogen zu entschärfen“, erklärt Bürgermeisterin Ulrike Mohrs. Statt rund 16.000 Personen am ursprünglichen Fundort müssen nun nur etwa 1.100 Menschen das Gebiet verlassen. Bereits im Vorjahr wurde ein Blindgänger an gleicher Stelle auf dieselbe Weise entschärft.

Rund 1.100 Menschen müssen evakuiert werden

Der Evakuierungsradius beträgt 1.000 Meter. Betroffen sind ein Bereich des Stadtteils Lay, die dortige Kindertagesstätte, der Campingplatz Güls, der Sportboothafen, die Bahnstrecke entlang der Mosel sowie die Bundesstraßen B416 und B49. Die Bundesstraße B327 bleibt befahrbar.

Alle Anwohner müssen den Bereich am Mittwoch bis 8:30 Uhr verlassen haben. Für Betroffene, die nicht privat unterkommen, wird ab 8 Uhr in der Legiahalle in Lay ein Aufenthaltsort eingerichtet. Betroffene Haushalte werden über Handzettel informiert. Zudem hat die Feuerwehr ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 0261/40404-8000 geschaltet.