Alarmierende PISA-Ergebnisse: Koblenzer Politiker fordert Umdenken an Schulen

Die neuen PISA-Ergebnisse sind ein Schock für Deutschland. Angesichts der Zahlen erneuert der Koblenzer CDU-Abgeordnete Philip Rünz seine Forderung nach einer radikalen Wende an den Schulen.

Alarmierende PISA-Ergebnisse: Koblenzer Politiker fordert Umdenken an Schulen

Die am vergangenen Dienstag veröffentlichten Ergebnisse der neuen PISA-Studie sind für Deutschland ein Desaster. Die Leistungen der 15-jährigen Schüler in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften sind so schlecht wie nie zuvor seit Beginn der Erhebungen vor 25 Jahren. Angesichts der neuen Zahlen sieht der Koblenzer CDU-Landtagsabgeordnete Philip Rünz dringenden Handlungsbedarf.

Die Daten zeigen, dass jeder dritte Jugendliche in Deutschland nicht einmal die Grundkompetenzen in Mathematik und Lesen erreicht. „Diese Zahlen sind ein Weckruf“, so Rünz. Er sieht sich in seinen früheren Forderungen bestätigt. „Wir dürfen uns nicht damit zufriedengeben, wenn junge Menschen die Schule verlassen, ohne sicher lesen, schreiben und rechnen zu können.“

Rünz: „Lesen, Schreiben und Rechnen in den Mittelpunkt stellen“

Für den Abgeordneten ist die Konsequenz klar: „Wir müssen zurück zu dem, was Schule im Kern leisten muss, und zwar konsequent.“ Lesen, Schreiben und Rechnen seien das Fundament für alles Weitere. Wer eine Textaufgabe nicht verstehe, könne sie auch nicht lösen. Diese Basiskompetenzen müssten nicht nur gefördert, sondern auch eingefordert werden.

Die neuen Ergebnisse der OECD unterstreichen diese Forderung. Demnach hat die Lesefähigkeit in vielen Ländern nachgelassen und die Zahl der sogenannten „hasty readers“ – Jugendliche, die Texte nur noch hastig überfliegen – nimmt zu. OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher hält das für alarmierend, da die Fähigkeit, Informationen kritisch zu hinterfragen, immer wichtiger werde.

Frühe Förderung und klares Handyverbot im Unterricht

Rünz betont, wie wichtig eine frühe Förderung sei, da der Bildungserfolg in Deutschland immer noch stark von der sozialen Herkunft abhänge. „Wer erst in der Grundschule bemerkt, dass ein Kind dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann, hat wertvolle Zeit verloren“, erklärt der Politiker. Er fordert daher verpflichtende Sprachtests und gezielte Förderung schon vor der Einschulung.

Auch bei der Digitalisierung sieht Rünz Handlungsbedarf und fordert eine klare Linie: „Digitale Bildung: unbedingt. Private Handynutzung während der Schulzeit: nein.“ Ein Smartphone, das ständig für Ablenkung sorge, gehöre nicht in den Unterricht. Damit unterstützt er den Kurs von Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig. Rünz abschließend: „Bildung entscheidet über die Zukunft unseres Landes und über die Lebenschancen jedes Einzelnen. Diese Chance sollten wir jetzt konsequent nutzen.“