Rhein in Flammen Koblenz: Spielzeugwaffe sorgt für Aufregung

Trotz Niedrigwasser und voller Parkplätze feierten am Wochenende rund 130.000 Menschen bei Rhein in Flammen in Koblenz. Die Einsatzkräfte ziehen eine überwiegend positive Bilanz.

Rhein in Flammen Koblenz: Spielzeugwaffe sorgt für Aufregung

Ein Lichtermeer aus Drohnen und Feuerwerk über der Festung Ehrenbreitstein und geschätzt 130.000 Besucher in der Stadt: Die Veranstalter und Einsatzkräfte ziehen eine positive Zwischenbilanz zum diesjährigen „Rhein in Flammen“ in Koblenz. Trotz einiger Herausforderungen verlief das Wochenende weitgehend friedlich.

Absoluter Höhepunkt war laut der Koblenz-Touristik die kombinierte Show aus 800 Drohnen und einem Höhenfeuerwerk am Samstagabend. Unter dem Motto „Confluentes“ wurde eine Hommage an die Erde und die Heimat Koblenz an den Himmel projiziert. Allein am Samstag strömten Schätzungen zufolge rund 80.000 Menschen in die Stadt, um das Spektakel zu erleben.

Auch der Freitag lockte mit einer 90er-Party und einer eigenen Drohnenshow bereits zwischen 30.000 und 40.000 Gäste an – spürbar mehr als im Vorjahr. „Die zusätzliche Drohnenshow am Freitag macht auch den ruhigeren Auftakttag immer attraktiver“, erklärt Daniel Steiger von der Koblenz-Touristik. Der Freitag habe sich damit als eigenständiger Festivaltag etabliert.

Niedrigwasser und angespannte Verkehrslage

Dabei stand die Großveranstaltung in diesem Jahr vor besonderen Herausforderungen. Wegen eines historischen Niedrigwassers konnte der traditionelle Schiffskonvoi nicht stattfinden (Merkurist berichtete). Die 13 angemeldeten Fahrgastschiffe mit rund 2.800 Passagieren fuhren stattdessen einzeln nach Koblenz, um sich vor der Festung für das Finale zu positionieren.

Auch die Verkehrssituation war angespannt. Aufgrund einer Streckensanierung war die Bahnstrecke auf der rechten Rheinseite nicht befahrbar. Die Park-and-Ride-Angebote sowie die Parkhäuser in der Innenstadt waren laut Veranstalter am Samstag bereits frühzeitig komplett ausgelastet.

Einsatzkräfte melden ruhigen Verlauf

Trotz der hohen Besucherzahlen ziehen Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei eine positive Bilanz. „Der Großeinsatz für Feuerwehr, Sanitätsdienst, DLRG und THW verlief äußerst ruhig – es gab keine besonderen Vorkommnisse“, berichtet Einsatzleiter Meik Maxeiner. Die Sanitätsdienste kümmerten sich überwiegend um Wespenstiche und hitzebedingte Beschwerden.

Auch die Polizei meldete einen friedlichen Verlauf. Für kurze Aufregung sorgte am Samstagnachmittag lediglich die Meldung über eine Person mit einer vermeintlichen Schusswaffe im Bereich des Forums Mittelrhein, die sich als Spielzeugwaffe herausstellte. Daneben verzeichneten die Beamten ein angezeigtes Körperverletzungsdelikt.