Mit einer groß angelegten Aktion auf der Bundesstraße 9 hat die Polizei Andernach am Freitagabend die Verkehrssicherheit in den Blick genommen. Wie die Beamten mitteilen, richtete sich die Kontrolle vor allem an junge Fahrerinnen und Fahrer sowie typische Risikofaktoren wie Alkohol und Drogen am Steuer, illegales Fahrzeugtuning und überhöhte Geschwindigkeit.
Für die Kontrolle richtete die Polizei zwei Kontrollstellen auf der B9 ein und überprüfte den Verkehr in beiden Fahrtrichtungen von und nach Koblenz. Unterstützt wurde die Polizei Andernach dabei von der Bereitschaftspolizei, Hundeführern, zivilen Einsatzkräften und Beamten aus umliegenden Dienststellen. Den Einsatzkräften sei es dabei nicht nur um die Ahndung von Verstößen gegangen, sondern auch um das persönliche Gespräch mit den Verkehrsteilnehmern.
Zahlreiche Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren
Insgesamt kontrollierten die Beamten 161 Fahrzeuge und 197 Personen. Die Bilanz: zwei eingeleitete Strafverfahren und zwölf Ordnungswidrigkeitenverfahren. Bei fünf Fahrern bestand der Verdacht, dass sie unter Drogeneinfluss standen, weshalb ihnen Blutproben entnommen wurden.
Bei der Geschwindigkeitsüberwachung stellten die Einsatzkräfte 121 Verstöße fest. Sechs Autofahrern droht nun der Entzug ihres Führerscheins. Ein Fahrzeug wurde sichergestellt, da seine Betriebserlaubnis erloschen war.
„Verkehrssicherheit ist eine dauerhafte Aufgabe“
Die Aktion steht laut Polizei nicht für sich allein, sondern ist Teil einer Reihe gezielter Kontrollen. In den vergangenen Wochen hatten die Beamten bereits E-Scooter und Motorroller ins Visier genommen. „Verkehrssicherheit entsteht nicht durch eine einzelne Großkontrolle. Sie ist eine dauerhafte Aufgabe und braucht unterschiedliche Ansätze“, erklärt Polizeioberrat Martin Hoch, Leiter der Polizeiinspektion Andernach.
Das Ziel sei nicht, möglichst viele Verstöße festzustellen. Vielmehr gehe es darum, gefährliches Verhalten frühzeitig zu erkennen und Unfälle zu verhindern. „Wer am Straßenverkehr teilnimmt, trägt Verantwortung – für sich selbst und für andere“, sagte Hoch.