Die TuS Koblenz hat eine wichtige personelle Entscheidung für die Zukunft getroffen: Cheftrainer Michael Stahl hat seinen Vertrag, der ursprünglich bis Sommer 2026 lief, vorzeitig verlängert. Das gibt der Verein bekannt. Stahl, der bei den Fans längst den Status einer Vereinslegende erreicht hat, bleibt den Schängeln damit auch über 2026 hinaus erhalten.
Als Spieler absolvierte Stahl mehr als 300 Pflichtspiele für die TuS. Als Cheftrainer ist er mittlerweile seit über 1500 Tagen im Amt und hat die Mannschaft bei über 150 Pflichtspielen begleitet. In dieser Zeit führte er den Verein zum Aufstieg in die Regionalliga Südwest, aber erlebte auch den Wiederabstieg. 2024 gewann er mit dem Team den Rheinlandpokal.
„Wir freuen uns sehr, dass Michael Stahl seinen Vertrag vorzeitig verlängert hat“, so TuS-Präsident Christian Krey. Stahl sei nicht nur als Trainer, sondern auch als Kommunikator und Identifikationsfigur für den Verein von großer Bedeutung. Sportvorstand Sam-Vincent Graef ergänzt: „Stahli formt Saison für Saison trotz durchaus enger personeller Möglichkeiten Teams, die konstant im oberen Tabellendrittel mitspielen. Er schafft es, das Potenzial seiner Mannschaft kontinuierlich weiterzuentwickeln und seine Spieler Tag für Tag ein kleines Stück besser zu machen.“
Stahl will weitere besondere Momente schaffen
Stahl selbst begründet auf Merkurist-Anfrage seine Entscheidung mit der tiefen Verbundenheit zum Verein und der Lust, gemeinsam Ziele zu erreichen. „Ich bin ja jemand, der diesen Job wirklich mit voller Überzeugung ausführt, weil ich unheimlich Lust darauf habe, mit Menschen zusammen etwas zu erreichen“, erklärt Stahl. Man habe bereits bewiesen, dass man auch mit überschaubaren Mitteln viel erreichen könne. In den vergangenen Jahren habe es eine Reihe von „besonderen Momenten“ gegeben, wie den Sieg im Pokal gegen Trier, die Regionalliga-Aufstiegsrelegationsspiele gegen Großaspach oder das DFB-Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg vor 8.500 Zuschauern im eigenen Stadion. Diese Momente möchte der Cheftrainer weiter erleben. Nach Gesprächen über die Perspektiven des Vereins in den kommenden Jahren sei für ihn klar gewesen, den Weg weiter mitzugehen, „um eben wieder besondere Momente für uns, aber auch für die vielen Menschen, denen der Verein ja auch viel bedeutet, zu kreieren.“
Aktuell steht die TuS Koblenz auf dem vierten Platz der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Zudem steht das Team im Viertelfinale des Bitburger Rheinlandpokals und trifft dort Anfang März auf den Ahrweiler BC. Ein Sieg im Wettbewerb würde den Einzug in den DFB-Pokal bedeuten. Und könnte der nächste „besondere Moment“ für Stahl und die TuS werden.