Neue Brücken, Schulen, Parks: Koblenz steht ein Mega-Baujahr bevor

Neue Brücken, sanierte Schulen und moderne Parks: Die Stadt Koblenz hat für 2026 zahlreiche Bauprojekte angekündigt. Autofahrer und Anwohner müssen sich auf einige Einschränkungen einstellen.

Neue Brücken, Schulen, Parks: Koblenz steht ein Mega-Baujahr bevor

Die Stadt Koblenz steht vor einem Jahr voller Bautätigkeiten. Wie die Verwaltung mitteilt, sind für 2026 zahlreiche Projekte geplant, die von Brückenneubauten über Straßensanierungen bis zur Modernisierung von Schulen, Kitas und Parkanlagen reichen. „Mich freut es sehr, dass wir die Infrastruktur der Stadt Koblenz in jedem Jahr mit Bautätigkeit verbessern und die Bürgerinnen und Bürger sehen, dass wir etwas für unsere Stadt tun“, erklärt Baudezernent Professor Dr. Andreas Lukas.

Neue Brücken und sanierte Straßen

Ein besonders sichtbares Projekt ist der Neubau der Pfaffendorfer Brücke. Hier soll Mitte des Jahres der sogenannte Lückenschluss erfolgen, bei dem das mittlere Brückenteil eingehoben wird. Der Verkehr kann voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2027 auf die neue Brücke umgeleitet werden.

Auch in der Mainzer Straße wird kräftig gebaut. Neben dem Neubau der Brücke, der im Oktober 2026 beginnen und bis 2029 dauern soll, werden auch die Fahrbahn, die Ampelanlagen und der Radfahrstreifen erneuert. Hierfür sind zeitweise Vollsperrungen nötig.

Im Stadtteil Rauental beginnen ab Mai 2026 die Straßenausbauarbeiten in der Behringstraße (wir berichteten). Dort entsteht zudem ein neuer Kreisverkehr an der Kreuzung zur Moselweißer und Blücherstraße. In unmittelbarer Nähe schreitet der Bau der neuen Geh- und Radwegbrücke über die Bahngleise in den Stadtteil Goldgrube voran, die bereits Ende 2026 fertiggestellt sein soll. Abgeschlossen werden hingegen die Arbeiten am neuen Geh- und Radweg der Horchheimer Eisenbahnbrücke.

Millionen für Schulen, Kitas und Sportstätten

Die Stadt investiert auch in die Bildungsinfrastruktur. So erhalten die Clemens-Brentano-/ Overberg-Realschule Plus sowie die Goethe-Realschule Plus jeweils einen dreigeschossigen Erweiterungsbau mit Mensen und Fachräumen. Ein Meilenstein ist der fast abgeschlossene Neubau der achtzügigen Kita im Stadtteil Goldgrube, die künftig 180 Betreuungsplätze bieten wird.

Im Rahmen des Förderprogramms „Kommunales Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation“ (KIPKI) werden zudem zwei Projekte umgesetzt: Das Görres-Gymnasium erhält eine klimafreundliche Heizung mittels Erdwärme sowie eine Photovoltaikanlage. Die Kita Rappelkiste in Güls bekommt eine Beschattungskonstruktion mit integrierter Photovoltaik. Beide Maßnahmen sollen im August 2026 fertig sein.

Auch das denkmalgeschützte Stadttheater wird nach umfassender Sanierung der Technik und des Brandschutzes bald wieder in neuem Glanz erstrahlen. Für das Freibad Oberwerth beginnen die Planungen zur Modernisierung des 50-Meter-Beckens, deren Abschluss für 2030 vorgesehen ist. Auf der Schmitzers Wiese wird noch in diesem Jahr mit dem Neubau eines Multifunktionsgebäudes begonnen.

Mehr Grün und Aufenthaltsqualität in den Stadtteilen

Für mehr Aufenthaltsqualität in der Stadt werden ebenfalls mehrere Projekte angepackt. In den Kaiserin-Augusta-Anlagen wird der bekannte Balkon um etwa zwei Meter in Richtung Rhein versetzt, um alte Bäume zu erhalten. Zudem wird der Uferweg weiter ausgebaut. Die grundlegende Erneuerung der Südallee geht in die nächste Phase.

Auch in den Stadtteilen tut sich etwas: Der Marktplatz in Güls wird begrünt, in Bubenheim soll ein neuer Dorfmittelpunkt entstehen und in Lützel beginnt der Bau des Uferparks. Zudem werden Spielplätze in Lay, Moselweiß und Rübenach mit neuen Geräten ausgestattet. Ein historisches Projekt findet am 9. Mai 2026 seinen feierlichen Abschluss: Die Feste Franz wird unter dem Motto „Franz, wir feiern!“ eingeweiht.

Baudezernent Lukas bittet um Verständnis für die anstehenden Einschränkungen: „Ein Jahr voller Bautätigkeiten wird uns 2026 erwarten. Freuen wir uns gemeinsam auf die Verbesserungen in unserer Stadt, auch wenn diese naturgemäß erst einmal mit Einschränkungen verbunden sind.“