Die Modernisierungsarbeiten der Deutschen Bahn am linken Rheinufer gehen in die nächste Runde. Nach umfangreichen Sperrungen zwischen Koblenz und Köln Anfang Mai, steht nun der nächste Bauabschnitt auf der Strecke Koblenz - Mainz-Mombach bevor. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, sollen vom 20. Mai bis zum 15. Juni vor allem Gleise und Weichen erneuert werden.
Neben diesen Arbeiten stehen auch die Erneuerung einer Brücke, Felssicherungsarbeiten und Kampfmittelsondierungen auf dem Programm. Zudem sollen Lärmschutzwände errichtet werden.
Auswirkungen auf den Zugverkehr
Um die Einschränkungen für Reisende möglichst gering zu halten, versucht die Bahn, wo immer möglich, „unter rollendem Rad“ sowie in den Nachtstunden zu arbeiten. Dennoch sind teilweise oder komplette Streckensperrungen unvermeidbar.
Für den Regionalverkehr bedeutet dies:
Die Züge der Linie RE 2 können zwischen Koblenz Hauptbahnhof und Bingen Hauptbahnhof nur teilweise fahren. Es werden Ersatzbusse eingesetzt.
Die Mittelrheinbahn fährt tagsüber mit geänderten Fahrzeiten, nachts gibt es einen Schienenersatzverkehr.
Auch der Fernverkehr ist betroffen:
Züge zwischen Köln und Mainz fahren mindestens alle zwei Stunden und werden umgeleitet.
Der Bahnhof Bingen kann während der Bauarbeiten nicht vom Fernverkehr angefahren werden.
Die Fahrtzeiten zwischen Köln bzw. Koblenz und Mainz verlängern sich um bis zu 30 Minuten.
Es kann zu Zug- und Haltausfällen kommen.
Die Bahn betont, dass sie alles daran setze, den Fahrgästen auch während der Bauarbeiten ein bestmögliches Angebot auf der Schiene oder in Form von Ersatzangeboten zur Verfügung zu stellen.
Rückblick: Massive Einschränkungen im Mai
Bereits Anfang Mai mussten sich Bahnreisende zwischen Koblenz und Köln auf massive Einschränkungen einstellen. Die linksrheinische Strecke zwischen beiden Städten war vom 2. Mai bis zum 19. Mai voll gesperrt. Grund dafür war die Inbetriebnahme eines neuen elektronischen Stellwerks "Linker Rhein".
Betroffen waren mehrere Regionalzüge in beiden Fahrtrichtungen. Der RE 5 sowie die Regionalbahnen RB 26 und RB 30 fielen in diesem Zeitraum komplett aus. Für die betroffenen Strecken richtete die Bahn einen umfassenden Schienenersatzverkehr ein, darunter auch Expressbusse.
Die Deutsche Bahn empfiehlt allen Reisenden, sich vorab über die Baumaßnahmen und Ersatzverkehre zu informieren. Pendler sollten zusätzliche Reisezeit einplanen.