Wer in Koblenz essen geht, kann in den meisten Fällen mit Karte zahlen. Eine aktuelle Auswertung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands zeigt, dass 92,45 Prozent der hiesigen Gastronomiebetriebe, die dazu eine Angabe machen, digitale Zahlungen akzeptieren. Damit liegt die Stadt über dem bundesweiten Durchschnitt.
Für die Untersuchung wurden die öffentlich einsehbaren Google-Maps-Angaben von mehr als 70.000 Restaurants in den 101 einwohnerstärksten Städten Deutschlands analysiert. Bundesweit bieten demnach 89 Prozent der Lokale mit einer hinterlegten Zahlungsart die Möglichkeit zur Kartenzahlung an. Koblenz landet mit seinem Ergebnis im deutschlandweiten Ranking auf Platz 21.
Wahlfreiheit für Kunden und Betriebe
Jörg Perscheid, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Koblenz, betont die Bedeutung der Wahlfreiheit. „Für uns bedeutet Wahlfreiheit beim Bezahlen nicht nur, dass die Kundinnen und Kunden selbst entscheiden können, wie sie bezahlen möchten“, sagt Perscheid. „Wir wollen gleichzeitig den Betrieben möglichst einfache Lösungen anbieten, wie sie neben Bargeld auch bargeldlose Zahlungen annehmen können.“ Die technischen Hürden für bargeldlose Zahlungen seien heute deutlich niedriger als noch vor einigen Jahren.
Die Studie offenbart jedoch auch große regionale Unterschiede. Während in Konstanz am Bodensee fast 98 Prozent der Lokale Kartenzahlung anbieten, ist in Ludwigshafen am Rhein in jedem dritten Restaurant nur Barzahlung möglich. Auffällig ist, dass sich viele der „Bargeld-Hochburgen“ im Ruhrgebiet befinden.
Viele Betriebe versäumen digitale Angaben
Ein weiteres Ergebnis der Auswertung: Jeder vierte Gastronomiebetrieb macht auf seinem Google-Maps-Profil gar keine Angaben zu den akzeptierten Zahlungsmethoden. Laut den Autoren der Studie kann dieses Versäumnis die Gastronomen bares Geld kosten, da die Information für viele Gäste entscheidend bei der Restaurantwahl sei.
Auch die Art des Restaurants spielt eine Rolle. Während bei Imbissen noch jeder fünfte Betrieb ausschließlich Bargeld annimmt, ist dies bei Burger-Restaurants mit nur 3,3 Prozent die absolute Ausnahme.