Nach Geiselnahme in Sinzig: Volksbank-Filiale gestürmt, doch Täter sind weg

Nach einer Geiselnahme in einer Bank in Sinzig stürmten Spezialkräfte das Gebäude. Sie befreiten zwei Personen aus einem Tresorraum, doch von den Tätern fehlte bereits jede Spur.

Nach Geiselnahme in Sinzig: Volksbank-Filiale gestürmt, doch Täter sind weg

Nach einer Geiselnahme in einer Bank in Sinzig am Freitag (8. Mai 2026) sind die Täter auf der Flucht. Das hat das Polizeipräsidium Koblenz am Nachmittag berichtet.

Spezialkräfte der Polizei hatten zuvor die Bank sowie die Wohnungen in dem Gebäude betreten und nach den Tätern durchsucht. In einem verschlossenen Tresorraum fanden die Einsatzkräfte zwei Personen. Sie waren unverletzt und wurden von der Polizei befreit.

Wie sich herausstellte, waren der oder die Täter bereits geflohen. Sie hatten die beiden Personen in den Tresorraum eingeschlossen und sich dann auf bislang unbekanntem Weg vom Tatort entfernt. Die Polizei betonte, dass der Schutz der Opfer von Beginn an oberste Priorität gehabt habe. Weitere Informationen sollen folgen.

Ursprungsmeldung/Updates:

Wegen einer Geiselnahme in einer Volksbank-Filiale läuft seit dem Morgen in Sinzig ein größerer Polizeieinsatz (Merkurist berichtete). Weitere Details berichtet das Polizeipräsidium Koblenz in einer Meldung, die unsere Redaktion fortlaufend aktualisiert.

6. Update 14:50 Uhr: Täter sind geflohen. Das SEK hat zwei Geiseln aus einem Raum der Bank befreit. Die Einsatzkräfte hatten keinen Kontakt zu mutmaßlichem Täter oder Tätern. Möglicherweise sind der Flüchtige/die Flüchtigen schon seit längerer Zeit nicht mehr in der Bankfiliale gewesen.

5. Update 14:32 Uhr: Das SEK hat die Geiselnahme offenbar beendet. Die beiden Polizeihubschrauber haben über Sinzig abgedreht. Alle Kameras der rund 75 anwesenden Medienleute richten sich auf das Gebäude der Volksbank-Filiale. Verletzte hat es wahrscheinlich nicht gegeben. Es sind jedenfalls keine Anzeichen vom Einsatz von Rettungskräften zu sehen.

4. Update 13:55 Uhr: Ein Sprecher der Polizei bestätigte auf Merkurist-Anfrage, dass Kollegen jetzt in einer Einsatzmaßnahme seien. Kunden seien nicht in der Bank. Wie lange die Maßnahme andauern werde, sei noch unklar.

Nach unbestätigten Informationen, die unserer Redaktion vorliegen, soll ein Täter den Fahrer eines Geldtransporters als Geisel genommen haben. In der Bank sei außerdem ein Schuss abgegeben worden. Kunden, die sich im Gebäude befanden, durften dieses offenbar verlassen. Ob es weitere Täter gibt, ist bislang ungewiss.

3. Update 12:45 Uhr: Ein Polizeisprecher beschreibt die Lage als weiterhin statisch. Während im Hintergrund polizeiliche Maßnahmen laufen, hofft man, die Geiselnahme ohne Verletzte beenden zu können. Zu den genauen Details wollte der Sprecher keine Angaben machen. Es gebe keine Hinweise auf Verletzte oder Tote. Bei einer der Geiseln handelt es sich um den Fahrer des Geldtransporters. Ob es weitere Geiseln gibt und wie viele, ist derzeit nicht bekannt. Unklar ist ebenfalls, inwiefern die Täter bereit sind, mit den Einsatzkräften in Kontakt zu treten.

Der Geldtransporter, der vor der Bank stand, ist mittlerweile entfernt worden. Er spiele eine Rolle, welche genau, sei aber noch unklar, so die Polizei. Im nahegelegenen Pfarrheim haben die Einsatzkräfte ein Pressebüro eingerichtet. Dort hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) zudem ein Lager errichtet, das im Ernstfall zu einem medizinischen Zentrum werden kann. Auch Notfallseelsorger sind im Einsatz.

Polizei geht von mehreren Tätern aus

Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei von mehreren Tätern aus, die sich mit mehreren Geiseln in dem Geldinstitut verschanzt haben. Bei einer der Geiseln soll es sich um den Fahrer eines Geldtransporters handeln. Spezialkräfte der Polizei haben inzwischen am Tatort in der Sinziger Innenstadt die Einsatzleitung übernommen. Die Lage wird derzeit als statisch beschrieben.

Die Polizei hat das Gebiet um die Bank weiträumig abgesperrt. Für Bürgerinnen und Bürger, die sich außerhalb der Absperrungen aufhalten, bestehe keine Gefahr, betonen die Beamten. Damit reagiert die Polizei auch auf Gerüchte, die sich in sozialen Netzwerken verbreiten.

Polizei hält sich aus taktischen Gründen bedeckt

Ausdrücklich keine Angaben macht die Polizei zur genauen Anzahl der Täter und Geiseln. Dies geschehe aus taktischen Gründen, wie ein Sprecher erklärte. Man wolle verhindern, dass die Täter über die Medien erfahren, welchen Kenntnisstand die Polizei hat.

Die Polizei bittet darum, keine ungeprüften Mitteilungen über soziale Netzwerke zu verbreiten.

2. Update: Ein zweiter Hubschrauber ist über Sinzig aufgetaucht. Das SEK und eine Verhandlungsgruppe des LKA versucht die Situation in der Bank zu lösen.