Die Deutsche Bahn steht unter Druck: Verspätungen, Zugausfälle und überfüllte Waggons sorgen für Unmut bei den Fahrgästen. Um die Situation zu verbessern, will Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) am Montag, 22. September, eine neue Bahnstrategie vorstellen. Wie der SWR berichtet, soll diese auch Auswirkungen auf Rheinland-Pfalz und die Region Koblenz haben.
Baustellen im Koblenzer Umland
Aktuell gibt es bereits mehrere Baustellen, die den Bahnverkehr in der Region am Mittelrhein beeinträchtigen. Zwischen Koblenz und Limburg (Lahn) finden von Donnerstag, 23. Oktober, bis Donnerstag, 13. November, Instandhaltungsarbeiten statt. Betroffen sind die Linien RB23 und RB25, bei denen es zu geänderten Fahrzeiten und Ausfällen kommt. Zwischen dem Koblenzer Hauptbahnhof und Niederlahnstein wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Auch die Ahrtalbahn zwischen Remagen und Ahrbrück ist weiterhin von Bauarbeiten betroffen. Vier Jahre nach der verheerenden Flut soll die Strecke bis Ende 2025 wieder in Betrieb gehen. Derzeit wird an der Signaltechnik und der neuen Oberleitung gearbeitet. Bis zum Abschluss der Arbeiten verkehren weiterhin Ersatzbusse.
Langfristige Modernisierungen geplant
Die neue Bahnstrategie sieht vor, dass in den kommenden Jahren weitere Strecken modernisiert werden sollen. Unter anderem wird zwischen Juli und Dezember 2026 die Strecke zwischen Troisdorf in Nordrhein-Westfalen und der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden saniert. Die Strecke führt durch Rheinland-Pfalz, weshalb die Baustelle auch Neuwied, Koblenz-Ehrenbreitstein und St. Goarshausen betrifft. Ab 2028 sind dann auf der linken Rheinseite die Verbindungen von Köln über Koblenz bis nach Mainz an der Reihe.
Die Reihenfolge wurde bereits gemeinsam von Bahn und Bund festgelegt. Allerdings wird die Umsetzung länger dauern als ursprünglich geplant: Statt bis 2031 könnten die Großbaustellen nun bis 2036 andauern.
Für Bahnreisende in und um Koblenz bedeutet dies, dass sie sich auch in den kommenden Jahren auf Bauarbeiten und mögliche Einschränkungen einstellen müssen. Gleichzeitig verspricht die neue Strategie langfristig Verbesserungen im Bahnverkehr.