City Nature Challenge: Koblenz erstmals bei weltweitem Wettbewerb dabei

Die Region Koblenz nimmt erstmals an einem weltweiten Natur-Wettbewerb teil. Bürger sind aufgerufen, mit dem Handy so viele Tier- und Pflanzenarten wie möglich zu dokumentieren.

City Nature Challenge: Koblenz erstmals bei weltweitem Wettbewerb dabei

Die „KoblenzRegion“ feiert eine Premiere und nimmt in diesem Jahr zum ersten Mal an der weltweiten „City Nature Challenge“ teil. Das teilt die Universität Koblenz mit. Der Wettbewerb zur Erfassung der Artenvielfalt, ein sogenannter Bioblitz, startet am Freitag (24. April).

Bei der Aktion geht es darum, in einem festgelegten Zeitraum und Gebiet so viele Tier-, Pilz- und Pflanzenarten wie möglich zu dokumentieren. Ziel ist es, Forschungsdaten zur Biodiversität zu sammeln und die Menschen für die Artenvielfalt in ihrer direkten Umgebung zu sensibilisieren.

Die City Nature Challenge findet vom 24. bis zum 27. April 2026 statt. Zur „KoblenzRegion“ zählen neben der Stadt Koblenz auch die Landkreise Neuwied, Westerwaldkreis, Rhein-Lahn-Kreis, Rhein-Hunsrück-Kreis und Mayen-Koblenz. Was 2016 mit zwei Städten in den USA begann, hat sich zu einem globalen Ereignis entwickelt. 2025 nahmen bereits über 650 Städte und Regionen teil und dokumentierten mehr als 73.000 verschiedene Arten.

Bewusstsein für die Umwelt stärken

Organisiert wird die Teilnahme von der Arbeitsgruppe Didaktik der Biologie an der Universität Koblenz unter der Leitung von Professorin Finja Grospietsch. Obwohl es Ranglisten gibt, stehe nicht der Wettbewerb im Vordergrund. „Es geht darum, gemeinsam die Artenvielfalt und die Schönheit unserer Natur zu feiern, wertvolle Biodiversitätsdaten zu sammeln und Neues über Arten beziehungsweise die Region zu lernen“, erklärt Grospietsch. Der Vergleich mit anderen deutschen Städten wie Berlin, Bonn oder Frankfurt am Main sei zwar motivierend, aber: „Viel wichtiger ist es jedoch, Biodiversitätsdaten in Forschungsqualität zu generieren und das Bewusstsein für unsere Umwelt zu stärken.“

In diesem ersten Jahr wird die Aktion nur im Umfeld der Universität beworben, um das Projekt behutsam aufzubauen. „Nichts wäre schlimmer als durch Öffentlichkeitsarbeit Massenwanderungen zu seltenen Arten, schädliche Eingriffe in die Natur oder ein ‚Zumüllen‘ der Biodiversitätsplattform iNaturalist zu bewirken“, so die Professorin.

So einfach ist die Teilnahme

Mitmachen kann jeder. Benötigt wird die kostenlose App „iNaturalist“, auf der man sich registriert. Zwischen dem 24. und 27. April können dann Fotos oder Tonaufnahmen von wildlebenden Organismen hochgeladen werden. Wichtig ist, dass keine Haus- oder Nutztiere sowie Gartenpflanzen dokumentiert werden.

Die Nutzergemeinschaft, darunter auch Fachleute der Universität Koblenz, hilft anschließend bei der genauen Bestimmung der Arten. Dafür haben sie bis zum 10. Mai Zeit. Die Arbeitsgruppe plant zudem vom 6. bis zum 13. September 2026 erstmals einen Bioblitz speziell für Schulen in Rheinland-Pfalz.