Darum macht Koblenz seinem Ruf als Beamtenstadt alle Ehre

Mehr Beamte, weniger Arbeitnehmer – so entwickelt sich die Beschäftigung in Koblenz. Inzwischen ist die Stadt an Rhein und Mosel die Großstadt mit der höchsten Beamtendichte in ganz Deutschland.

Darum macht Koblenz seinem Ruf als Beamtenstadt alle Ehre

Die Zahl der Staatsdiener an Rhein und Mosel ist im Jahr 2024 auf einen neuen Höchststand gestiegen. Laut den Koblenzer Statistikern gab es 14.430 Beamte in unserer Stadt. Das waren 290 mehr als im Jahr zuvor. 8.025 arbeiteten beim Bund, 5.630 beim Land und 775 bei der Stadt oder dem Kreis. Allein beim Bund wuchs demnach die Zahl der Beamtenstellen innerhalb eines Jahres um 220. Zum Vergleich: 2016 wurden noch 13.370 Beamte in Koblenz gezählt. Ihre Zahl ist also in dieser Zeit um knapp acht Prozent gestiegen.

Auch im Vergleich mit den übrigen 36 Großstädten in Deutschland liegt Koblenz damit weit vorn und macht seinem Ruf als Beamtenstadt alle Ehre. Auf 1.000 Einwohner kamen 2023 in Koblenz 208,4 Beamte. Dahinter lag mit großem Abstand Würzburg mit 140,7 Staatsdienern auf 1.000 Einwohner. Es folgten Bonn (139), Wiesbaden (121,5) und Ulm (116,7). Die wenigsten Beamten im Verhältnis zur Einwohnerzahl gab es in Mülheim an der Ruhr. Dort kamen nur 30 Staatsdiener auf 1.000 Einwohner. Koblenz hat damit fast siebenmal so viele Beamte je Einwohner wie die Stadt an der Ruhr.

Rückgang bei Arbeitnehmern, aber Top-Arbeitsplatzdichte

Ganz anders sieht es aber bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus. Ihre Zahl ist von 2023 auf 2024 von 79.044 auf 78.359 gesunken. Davon arbeiteten 55.326 in Vollzeit und 23.033 in Teilzeit. Größte Arbeitgeber-Branche war das Gesundheits- und Sozialwesen mit 13.050 Beschäftigten vor der Automobilbranche (11.365) und der öffentlichen Verwaltung (8.979).

Trotz der gesunkenen Zahl der Arbeitnehmer hat Koblenz mit 692 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf 1.000 Einwohner weiter die höchste Arbeitsplatzdichte der Städte und Kreise in Rheinland-Pfalz. Dahinter liegen Speyer mit 640 Beschäftigten je 1.000 Einwohner und Ludwigshafen (589). Ganz am Ende liegt der Kreis Südwestpfalz mit nur 167 Beschäftigten je 1.000 Einwohner.