Unter dem Motto „Es brennt – wörtlich wie bildlich“ ruft ein breites Bündnis aus verschiedenen Organisationen für Samstag, 3. Oktober, zu einer Demonstration in Form einer Menschenkette in Koblenz auf. Damit wollen die Veranstalter ein Zeichen für Klimaschutz, sozialen Zusammenhalt und Demokratie setzen.
Die Organisatoren – darunter die Omas gegen Rechts, Fridays for Future und der BUND Koblenz – sehen in vielen Bereichen dringenden Handlungsbedarf. „Hitzetote, Wasserkrisen, Flächenbrände. Rentenkürzung, Fachkräftemangel, politischer Extremismus“, zählen sie als Gründe für die Aktion auf. Mit der Menschenkette wolle man gemeinsam für ein gutes Leben heute und in der Zukunft aufstehen und zeigen, dass man viele sei.
Vom Altlöhrtor zum Jesuitenplatz
Die Kundgebung soll laut den Veranstaltern um 17 Uhr im Bereich der Viktoriastraße und des Altlöhrtors beginnen. Bereits um 17:15 Uhr soll die Menschenkette geschlossen sein. Geplant ist, um 17:45 Uhr als geschlossene Kette zum Jesuitenplatz zu ziehen.
Dort wollen sich die Teilnehmenden der Veranstaltung „Deutschland singt und klingt“ des Kreischorverbandes anschließen. Die Aktion findet anlässlich des Tages der Deutschen Einheit statt, um gemeinsam mit den Koblenzer Chören zu singen.
Bundesweite Aktion für einen „Neuanfang“
Die Koblenzer Demonstration ist Teil einer bundesweiten Initiative. Überall in Deutschland sollen sich an diesem Tag Menschenketten bilden, um für die Einhaltung des Grundgesetzes, effektiven Klimaschutz und die Menschenwürde einzutreten. Die Hauptstrecke der Aktion soll symbolisch vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bis zum Bundeskanzleramt in Berlin verlaufen.
Die Veranstalter betonen den friedlichen Charakter der Aktion. Gewalt in Wort und Tat werde abgelehnt. Willkommen seien alle Menschen, die sich friedlich für die Ziele der Demonstration einsetzen. Um den Charakter als Bürgerbewegung zu wahren, ist pro teilnehmender Gruppe nur ein Banner oder eine Fahne erlaubt.