Gesundheitsgefahr durch illegale Schlankheitsmittel – Landesuntersuchungsamt Koblenz warnt

Das Landesuntersuchungsamt hat in neun Schlankheitsmitteln gesundheitsschädliche Wirkstoffe nachgewiesen. Die Produkte waren teilweise in Geschäften erhältlich oder wurden über das Internet bestellt.

Gesundheitsgefahr durch illegale Schlankheitsmittel – Landesuntersuchungsamt Koblenz warnt

Innerhalb weniger Wochen haben Experten des Landesuntersuchungsamtes (LUA) in neun Schlankheitsmitteln gesundheitsschädliche Arzneiwirkstoffe entdeckt. Die Produkte enthielten Sibutramin und in einem Fall auch Phenolphthalein. Beides Stoffe, die aufgrund schwerwiegender Nebenwirkungen keine Zulassung mehr haben.

Diese Produkte sind betroffen

Zu den betroffenen Produkten gehören „Fat Killer Plus“, „Sliming Bomb“, „Slimming, Stop Appetite Controller“, „ZeroTermo Chocolate“, „ZeroTermo Coffee“, „ZeroTermo Mixed Orange Tea“, „X5 Coffee Premium Herbal Powder“ und „For x5 Chocolate“. Einige Rheinland-Pfälzer hatten die Mittel über das Internet im Ausland bestellt, andere waren sogar in Geschäften erhältlich.

Gefährliche Nebenwirkungen

Sibutramin wurde früher unter ärztlicher Aufsicht zur Behandlung von Fettleibigkeit eingesetzt. Der Wirkstoff kann jedoch den Blutdruck stark erhöhen und Herzerkrankungen hervorrufen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Psychopharmaka drohen gefährliche Wechselwirkungen, in einigen Fällen kam es sogar zu Todesfällen.

Phenolphthalein wirkt abführend und soll einen schnellen Gewichtsverlust vortäuschen. Wegen des Verdachts auf krebserregende Nebenwirkungen wurde es in Deutschland bereits vor vielen Jahren vom Markt genommen.

Handel ist strafbar

Das LUA betont, dass es sich bei allen neun Produkten um nicht zugelassene Medikamente handelt. Der Verkauf solcher Mittel ist in Deutschland verboten. Der Handel damit gilt nach dem Arzneimittelgesetz als Straftat und kann mit Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden.

Die Behörde rät dringend davon ab, Schlankheitsmittel im Internet zu bestellen oder von Privatpersonen zu kaufen. Diese seien bestenfalls wirkungslos, im schlimmsten Fall aber gesundheitsschädlich. Eine Liste der gefährlichen Produkte ist auf der Homepage des LUA zu finden.