Historischer Rückblick: So sah die evm in Koblenz früher aus

Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) feiert Jubiläum. Eines ihrer Vorgängerunternehmen wurde vor 140 Jahren in Koblenz gegründet und prägt die Region bis heute. Mit dabei sind Bilder von damals.

Historischer Rückblick: So sah die evm in Koblenz früher aus

Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) blickt in diesem Jahr auf eine 140-jährige Geschichte zurück. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde 1886 mit der „Coblenzer Straßenbahn-Gesellschaft“ eines seiner Vorgängerunternehmen in Koblenz gegründet, aus dem später die Koblenzer Elektrizitätswerk und Verkehrs-AG (KEVAG) hervorging.

Was mit pferdegezogenen Straßenbahnen begann, setzte schon bald auf Elektrizität. Zwölf Jahre nach der Gründung nahm die damalige KEVAG 1898 ihr Elektrizitätswerk in der Koblenzer Schützenstraße in Betrieb. Ab 1899 versorgte das Werk die elektrische Straßenbahn, die in Koblenz bis 1967 fuhr, und lieferte Strom an private Haushalte und Unternehmen.

Die Geschichte des Unternehmens war von stetigem Wandel geprägt. So stellte die KEVAG nach dem Zweiten Weltkrieg schrittweise vom Straßenbahnbetrieb auf Busse um und stieg später in Geschäftsfelder wie Telekommunikation oder erneuerbare Energien ein.

Von der KEVAG zur evm

Im Jahr 2014 fusionierte die KEVAG mit dem Gasversorger EVM und der Gasversorgung Westerwald zur heutigen Energieversorgung Mittelrhein. „Die KEVAG ist somit Teil unserer Unternehmens-DNA“, betont Vorstand Mithun Basu. „Unsere Wurzeln reichen bis ins Jahr 1886 zurück. Diese lange Geschichte ist mehr als ein Jubiläum. Sie zeigt, dass Verlässlichkeit kein Versprechen von heute ist, sondern ein Anspruch, den Generationen vor uns getragen haben.“

Auch heute ist die Energieversorgung von Unsicherheiten wie geopolitischen Krisen und den Anforderungen der Energiewende geprägt. Für die evm sei das kein Neuland, erklärt Vorstand Christoph Hesse: „Krisen gab es in jeder Zeit. Sie sahen nur unterschiedlich aus, denken wir nur an die Krisen der jüngeren Vergangenheit wie Corona, die Energiekrise oder die Flutkatastrophe im Ahrtal. Entscheidend war immer, Verantwortung zu übernehmen und handlungsfähig zu bleiben.“

Blick in die Zukunft

Diese Haltung präge das Unternehmen bis heute. Man wolle das Unternehmen gezielt weiterentwickeln und unabhängiger machen, so Hesse. „Wir verstehen uns dabei als Treiber einer nachhaltigen Entwicklung im nördlichen Rheinland-Pfalz.“

Das Jubiläum sei daher kein nostalgischer Rückblick, sondern ein Blick nach vorn. Digitalisierung, Klimaschutz und neue Formen der Energieerzeugung würden die Branche grundlegend verändern. Der Kernauftrag bleibe aber derselbe wie 1886: die Region zuverlässig zu versorgen. Vorstand Mithun Basu formuliert es so: „Die Technik hat sich verändert, unser Anspruch nicht. Auf ihn war seit 140 Jahren Verlass. Und er gilt auch für die Zukunft.“