Rennen ist besser als Mähen

„der Weltmeister wieder das Maß aller Dinge“

Rennen ist besser als Mähen

„Rennen ist besser als Mähen“, das ist das Motto des Rasentrecker-Neuhemsbach e.V. mit Sitz in Sembach. Schon seit Monaten liefen die Vorbereitungen für das 16. Rasentraktorrennen den „Großen Preis von Sembach“. Solch ein Mega-Event kann nur durch unermüdlichen Einsatz ehrenamtlicher Helfer gestemmt werden. Die Strecke sowie das Gelände bedarf einer ganzjährigen Pflege. Streckenaufbau, Gestaltung, technische Abnahme der Fahrzeuge, Streckenkontrolle und vieles mehr sind nur einige Themen die gestemmt werden müssen.

Am späten Freitag Nachmittag war es dann auch soweit, alles stand bereit für den großen Preis von Sembach. Nun hieß es „Einheitzen“ im Festzelt. DJ Danny Malle sorgte für beben im Zelt.

Pünktlich ging es dann am Samstag 10:30 Uhr mit der technischen Abnahme aller Fahrzeuge los. Es ist zwingend erforderlich seinen Mäher hier vorzustellen damit die Sicherheit bestätigt werden kann und somit ist eine Rennteilnahme möglich. Bremsen, Lenkung, Sicherheitsstopp und auch die richtige Kleidung müssen begutachtet werden.

Donald Betz, Mitglied im Vorstand und Rennleiter, gab in der Fahrerbesprechung die Neuigkeiten sowie auch das geplante Rennprogramm bekannt. Bei 36 Fahrzeugen mit über 50 Fahrern ist natürlich äußerste Disziplin für die Sicherheit gefordert.

Um 14 Uhr gab es dann auch den Startschuss für die einzelnen Klassen im Training und Qualifying den besten Startplatz für die Hauptrennen zu ergattern. Man sah schon in den ersten Läufen wie gut jeder sein Gefährt für dieses Rennen vorbereitet hatte.In folgende Klassen sind die Fahrzeuge unterteilt: Serie, Serie plus, Superstandard und Prototypen. Für jeden Typ gibt es ein eigenes Reglement. Bei der Superstandard sogar das Europäische Superstandard Reglement.

Im anschließenden Sprintrennen der Superstandard und Prototypen ging es dann auch gleich mit hohem Tempo über die Strecke. Diese Rennen waren die Grundlage für die Startaufstellung am nächsten Tag und bei den Superstandard schon ein Teil für die Gesamtwertung.

Bevor die Partyband „Magic“ zur Traktorparty im großen Zelt aufspielte, hieß es im Abendrennen zum ersten mal an diesem Tag: „Ampelstart wie bei der Formel 1“. Die Prototypen und Superstandard zeigten 30 Minuten ihr Können auf der Strecke. Mit 35 gefahrenen Runden und einer Bestzeit von 46.692 sec. stand dann auch der Sieger dieses ersten Rennens fest. Der Weltmeister aus Luxemburg, Bob Koedinger, gefolgt von Markus Müller und Ralf Kögler, beide vom Team RCT Breunfeld, konnten das Siegertreppchen besteigen.

Sonntag war dann der große Renntag in Sembach. Die Superstandard absolvierten ihren vierten Lauf bevor dann die Serie und Serie plus das Geschehen beherrschten. Fünf Rennen sind für die Fahrer der Superstandard an zwei Tagen zu fahren und daraus wird dann nach einem Punktesystem der Sieger ermittelt.

Die Fahrer der Serie und Serie plus hatten dann 60 Minuten Zeit ihre Geschicklichkeit auf dem Mäher zu zeigen. Bei dieser Klasse kommt es nicht auf Geschwindigkeit an. Jeder Fahrer musste gewisse Stationen anfahren. Eine Wippe auf der man sich einige Sekunden halten musste, ein Kreisel mit einer Kette in der Hand umfahren, die Durchfahrt durch einen Tunnel sowie das Werfen eines mit Wasser gefüllten Luftballons waren die Herausforderung. Anhand der mitgeführten Fahrerkarte, die bei jeder ausgeführten Station geknipst wurde, erfolgte im Anschluss des Rennens dann die Auswertung.

Sieger in der Klasse der Serie wurde der zwölf jährige Fynn Betz vom Team Betzemänner. Er hatte alle Stationen mit Bravour gemeistert und zudem noch 19 Runden gefahren. Gefolgt von dem Team Renntreckerfreunde Pfalz mit den beiden zehn jährigen Fahren, Paul Kraft und Tim Martin. Den dritten Platz erreichte Max Bräuning vom Team Becker Racing.

Das fünfte und letzte Rennen der Superstandard stand nun auf dem Programm. Zehn Fahrer standen nun in der Boxengasse für die Startaufstellung bereit. Die letzten zehn Minuten für Fahrer und Fahrzeug hieß es zu überstehen. Eine rasante Fahrt legte dann auch gleich Bob Koedinger aus Luxemburg hin. Die Teams aus der Schweiz und aus Breunfeld hatten hier wenig gegen zu setzen. Mit einer Bestzeit von 44.735 sec. zeigte auch Koedinger dieses mal dass er den Sieg wollte.

Das Ergebnis stand dann auch nach der Auswertung kurze Zeit später fest. Gewinner der Superstandard Bob Koedinger, zweiter Markus Müller vom RCT Breunfeld und auch der dritte Platz ging nach Breunfeld, Christian Soest war der Glückliche. Auch Damen fuhren beim Rennen mit, Angelina Rambow und Britta Ammann mit im Team RCT Breunfeld.

Was wäre der „Große Preis von Sembach“ ohne das Rennen der Prototypen. In drei Rennen über eine Distanz von jeweils 30 Minuten starteten 12 Teams um den Gesamtsieg. Mensch und Fahrzeug waren hier wieder gefordert. Die Vorjahressieger Sven Kraft und Nico Holstein zeigten im ersten Rennen dass sie den Sieg wiederholen möchten. Leider verhinderte aber ein technischer Defekt ihres Treckers die Weiterfahrt. Diese Chance nutzte Team Hardtrecker Racing mit den Fahrern Roland und Niklas Weber zu einer Aufholjagd und zum Gewinn dieser Rennen. Mit nur einem Punkt dahinter das Team Korz. Den dritten Platz erreichte Becker Racing mit den Fahrern Alexander May und Philipp Becker.

Die Renntage waren zu Ende alle Sieger wurden noch ausgezeichnet und gefeiert und auch das 16. Rasentraktorrennen war ein großer Erfolg.

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