Rolling Devils - Rollstuhlbasketball

„Wir können Meister werden aber kein Geld für die 2. Liga“

Rolling Devils - Rollstuhlbasketball

Das Stadtecho besuchte die Rolling Devils beim Training in der Schillerschule und konnte sehr interessante Informationen aufnehmen.

Sascha Gergele, der Trainer der Devils, freute sich über das Interesse und berichtete dann auch gleich wie es um die Rolling Devils steht. Das Team trifft sich zwei mal die Woche zum Training. Durch die Arbeitszeiten und auch stellenweise größere Entfernung vom Wohnort zur Trainingsstätte können nicht alle die beiden Tage wahrnehmen.

Derzeit stehen dem Coach dreizehn Spieler zur Verfügung. Das Alter spielt hier keine große Rolle, das Team hat Mitglieder zwischen 17 und 56 Jahren.

„Jeder kann in unserem Team mit machen, auch Fußgänger!“ sagte Gergele. In fast jeder Mannschaft, der mit sieben Teams bestückten Regionalliga Mitte, gibt es zwei nicht an den Rollstuhl gebundene Spieler. Auch die Frauenquote lässt sich sehen, mittlerweile 20% Frauen in den Mannschaften.

Die Spieltage werden als Doppelspieltage ausgeführt um Kosten und viel Reisezeit zu sparen. Aus diesem Grund stehen dann immer drei bis vier Mannschaften an den Tagen auf dem Parkett. Es bedarf einem großen logistischen Aufwand an den Auswärtsspielen. Die Rollstühle müssen transportiert werden, da dies ja spezielle Stühle sind können die Eigenen nicht benutzt werden.

Sascha Gergele, der auch schon in der 1. sowie mehrmals in der 2. Bundesliga am Start war, führt sein Team an diesen Spieltagen als erfahrener Spieler an. „Trotz hartem Sport in der Halle gibt es so gut wie keine Verletzungen“, berichtet Gergele.

Der Verein wird familiär geführt, d. h. dass an den Heimspiel Tagen für das leibliche Wohl aller Teilnehmer gesorgt wird und es genügend ehrenamtliche Helfer in der Halle gibt. Nur ein kleines Problem ist zu verzeichnen, Anschreiber werden dringend gesucht. Es muss ja alles dokumentiert werden damit der Spieltag auch ordnungsgemäß abgehalten wird. Hier hat das Stadtecho schon Kontakt mit der FCK Basketball Abteilung aufgenommen und wir sind zuversichtlich dass dieses Problem gelöst wird.

Die Ziele der Verantwortlichen sind ambitioniert. In der Regionalliga Mitte will man oben mit spielen, vielleicht auch den Meistertitel ins Auge fassen. Ein Aufstieg wäre aber nach derzeitigem Stand nicht realisierbar. Die 2. Bundesliga würde ein Kostenfaktor von rund 75.000€ pro Saison bedeuten. Auswärtsfahrten bis hin zur österreichischen Grenze, Übernachtungskosten, Fahrtkosten und auch die Unterhaltung der technischen Ausstattung sind kaum bezahlbar! Ein Rollstuhl der für den Basketballsport geeignet ist kostet zwischen 3.500€ und 6.500€.

„Wir sind auf Spenden und Partnerschaften angewiesen um den Spielbetrieb aufrecht halten zu können und freuen uns über jede Unterstützung, sei es materiell oder auch finanziell. Einen neuen Trikotsponsor haben wir gefunden und sind auch froh dass ein Sportfotograf ein Mannschaftsfoto sowie Einzelfotos der Spieler ohne Berechnung für uns macht,“ freut sich Sascha Gergele.

Das Stadtecho wünscht dem Team für die neue Saison viel Erfolg und hofft dass der Wunsch nach Sponsoren in Erfüllung geht. Kommen auch Sie zu dem ersten Heimspieltag am 17.11.2018 in die Schillerschule. Andere Termine stehen auf der gut gepflegten Homepage der Rolling Devils.

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