Suche nach möglichen Kampfmitteln in vollem Gange

Ehemaliges Pfaff-Gelände muss untersucht werden

Suche nach möglichen Kampfmitteln in vollem Gange

Auf dem ehemaligen Pfaff-Gelände in Kaiserslautern ist die Firma Nolte Services GmbH gerade dabei zu untersuchen, ob sich Kampfmittel aus dem zweiten Weltkrieg im Boden befinden. Das ist dringend notwendig, da sonst keine weiteren Firmen mehr auf dem Gelände bauen würden und sich die Flächen nicht verkaufen lassen. Bereits in der Vergangenheit wurden auf dem Gelände Bombeneinschläge festgestellt. Bis zu 8 Meter tief muss sondiert werden. Das bedeutet, dass Bodenproben gewonnen werden und der Bodenaufbau untersucht wird.

Mit einem Elektromagnetikgerät wird die Oberfläche abgefahren und gemessen, wie Dr. Andre Fahl, Leitender Geophysiker von Nolte zeigt. In einem zweiten Schritt werden die gesammelten Daten dann am Computer analysiert. Falls eine Bombe gefunden wird, kümmert sich der Kampfmittelräumdienst und das Ordnungsamt Kaiserslautern darum. Bis dahin ist es aber ein langer Weg. Da das Gelände sehr heterogen ist, kann es vorkommen, dass die Befunde nicht eindeutig sind. Dann muss sich ein spezieller Bagger Stück für Stück vorarbeiten. Während Bomben auf Rasen gut zu erkennen sind, wird es auf Asphalt schwierig. Eigenschaften, wie dass eine Bombe aus Metall ist, teilt sie sich beispielsweise mit dem Gullideckel, was das Verfahren schwieriger macht. Weitere Charakteristiken einer Bombe sind, dass sie elektrisch leitbar und magnetisierbar ist, was für das Untersuchungsverfahren sehr wichtig ist.

Die Firma Nolte wurde von der Pfaff-Areal-Entwicklungsgesellschaft mit etwa 30-40 Prozent der Gesamtfläche beauftragt und hat diese Aufgabe bereits fast abgeschlossen. Für die restliche Fläche, die der Stadt gehört, muss dann eine weitere europaweite Ausschreibung erfolgen. Ausgeschlossen von der Maßnahme sind die Flächen, die bereits verkauft sind. Außerdem beherbergen nicht alle Gebäude eine potentielle Gefahr. Einige wurden während des Krieges nicht getroffen oder erst danach errichtet.

Die Kosten, ohne einen Fund einkalkuliert, liegen bei knapp einer Million Euro. Zu 80 % werden die Kosten vom Land gefördert. Die restlichen 20% muss die Stadt Kaiserslautern tragen. Die Ergebnisse sollen laut Stefan Kremer, Geschäftsführer der Pfaff-Areal-Entwicklungsgesellschaft, noch dieses Jahr folgen

Ziel ist es, zu 100 Prozent auszuschließen, dass Kampfmittel vorhanden sind. Ein Restrisiko wird somit dann nicht mehr bestehen. Selbstverständlich hoffen alle Beteiligten, dass keine Bombe gefunden wird, da sonst eine sehr aufwendige Evakuierung bevorstehen würde. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich das Westpfalz-Klinikum in direkter Nähe zum Areal befindet.

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