Sieger wurden ausgezeichnet

Handwerkskammer der Pfalz veranstaltet Tag der Besten

Sieger wurden ausgezeichnet

Im Rahmen einer Feierstunde wurden am Sonntagvormittag die pfälzischen Sieger des diesjährigen Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks ausgezeichnet. Der Wettbewerb fand auf Kammer-, Landes- und Bundesebene statt. Insgesamt 14 der 28 Kammersieger aus der Pfalz konnten sich auf Landesebene behaupten. Die ersten Landessieger durften dann auch auf Bundesebene antreten.

Den ersten Platz machte dabei Lucy Schmidl, Sattlerin aus Pirmasens. 2. Bundessieger wurde Jochen Allenbacher aus Bosenbach. Der Geselle ist als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik beim Heizungsbau Wolf in Ramstein-Miesenbach tätig.

Unter den 1. Landessiegern ist Juliane Hartweg aus Kaiserslautern. Sie arbeitet als Hörakustikerin bei Fielmann in Kaiserslautern. Johannes Diery konnte sich ebenfalls den ersten Platz auf Landesebene sichern. Er ist Karosserie- und Fahrzeugmechanikergeselle bei Rittersbacher in Kaiserslautern. Kim Sarah Brunner setzte sich als Malerin und Lackiererin des Michael Kappa Malermeisterbetriebs Kindsbach auf Landesebene durch. Der Parkettleger Felix Imhoff aus Trippstadt holte sich ebenfalls den ersten Platz auf Landesebene. Er stammt aus dem Betrieb Harald Imhof Parkettlegerbetrieb Trippstadt. 2. Landessiegerin wurde die Gesellin des Büromanagements Sarah Scherer des Betriebes Energie-Umwelt-Service GmbH Kaiserslautern. Den 3. Platz auf Landesebene erreichte Filip Kulik aus Kaiserslautern. Er ist Straßenbauer bei der Jakob Fischer Nachf. Straßen- und Tiefbau GmbH Hochspeyer.

Präsident der Handwerkskammer der Pfalz Dirk Fischer appelierte an die jungen Gesellinnen und Gesellen, ihre Auszeichnung als Etappenziel zu sehen und ihren Meister zu machen. Das empfiehlt auch Alexander Bruns, Weltmeister im Zimmerhandwerk. Fischer ist stolz auf die jungen Preisträger. Für sie ist ihr „Beruf eine echte Berufung“, so der Präsident.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Ehrung der 23 Ausbildungsbotschafter. Diese sind seit Sommer dieses Jahres aktiv. Etwa 30 Einsätze haben sie seitdem absolviert. Zur Überreichung der Ernennungsurkunden war Wirtschaftsstaatssektretärin Daniela Schmitt angereist. Sie betonte, welch große Herausforderung, die dringend erforderliche Fachkräftesicherung sei. Nach wie vor fehle es an Personal in den Betrieben, weshalb oft Aufträge abgelehnt werden müssen. Die Ausbildungsbotschafter sollen Schülern auf Augenhöhe begegnen und diese für eine Ausbildung begeistern. Das Projekt wird vom Ministerium gefördert. Daniela Schmitt betonte, dass die berufliche und die akademische Bildung auf einer Ebene angesiedelt seien. Sie erhofft sich, dass „klischeefrei in die Berufsbildung“ an Schulen herangegangen werden kann. Ausbildungsbotschafter sind laut Schmitt die besten Botschafter um für eine Ausbildung zu werben, weil sie selbst diesen Weg gehen. Sie „leisten ganz wertvolle Arbeit bei der Nachwuchssicherung“, so Schmitt.

In diesem Jahr hat die Handwerkskammer der Pfalz leider einen Rückgang der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse zu verzeichnen. Ein weiterer Schritt um das Handwerk attraktiver zu machen, sind die neuen Bezeichnungen für Fortbildungsabschlüsse „Bachelor und Master professional“, die vor kurzem im Bundesrat beschlossen wurden. Fischer hält dies für einen „wichtigen Schritt zur Stärkung der Berufsbildung“. Die Abschlüsse werden dadurch auch international verwertbar und vergleichbarer.

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