Abschied von Karl Mildenberger

„Milde“ war ein feiner Sportsmann

Abschied von Karl Mildenberger

Über 250 Trauergäste nahmen in einer 70 minütigen Trauerfeier Abschied von Box Legende Karl Mildenberger aus Kaiserslautern der am 05. Oktober im Alter von 80 Jahren verstorben ist. Karl Mildenberger wurde am 23.11.1937 in Kaiserslautern geboren. Mit 9 Jahren begann er mit dem Boxsport. Damaliger Trainer war sein Onkel Richard Mildenberger.

Der Boxer bestreitete in seiner aktiven Zeit zwischen 1958 und 1969 insgesamt 62 Kämpfe wovon er 53 gewonnen hat (19 durch K. o.) drei Unentschieden gab es und 6 Niederlagen. Nach seiner Karriere arbeitete er weiter bei der damaligen Bayerischen Brauerei Kaiserslautern und wurde dann Rettungsschwimmer beim Sport- und Bäderamt Kaiserslautern dem er bis ins hohe Rentenalter nach ging.

In einem würdigen Rahmen, in der Fritz-Walter-Lounge, im Stadion des 1. FCK hielten der Vereinsvorsitzende Rainer Keßler, der Beigeordnete der Stadt Kaiserslautern, Peter Kiefer, der ehemalige Präsident des FCK, Kirchenrat i.R. Udo Sopp, Journalist Hartmut Scherzer sowie der Leiter der Boxsportabteilung des FCK, Walter Freitag, ihre Trauerreden.

Unter den Gästen waren auch der Europameister von 1980 und langjährige FCK Spieler, Hans-Peter Briegel, der dreimalige Weltschiedsrichter, Markus Merk und der Ehrenpräsident des 1. FCK, Norbert Thines.

Das herausragende Thema jeder Rede war natürlich das Datum 10. September 1966. Karl Mildenberger unterlag zwar dem damaligen Weltmeister Mohammad Ali durch den verletzungsbedingten Abbruch des Ringrichters in der zwölften Runde, jedoch wurde Mildenberger auf den Schultern seiner Teamkollegen unter tosendem Applaus der 40.000 Zuschauer im Frankfurter Waldstadion aus dem Ring getragen.

Wie es zu dem Kampf 1966 kam erläuterte der Journalist Hartmut Scherzer, der Karl Mildenberger während seiner sportlichen Laufbahn begleitete, ausführlich in seiner Trauerrede.

Der neue Vereinsvorsitzende des 1. FCK, Rainer Keßler, würdigte die Verdienste des Verstorbenen um den Verein. Er war für die Boxer des FCK immer ein Ansprechpartner und gern gesehener Gast bei den Wettkämpfen.

„Ich durfte Karl Mildenberger vor fast elf Jahren persönlich kennen lernen als er sich anlässlich seines 70. Geburtstages ins goldene Buch der Stadt Kaiserslautern eintrug“, sagte der Beigeordnete Peter Kiefer.

Walter Freitag, seit 50 Jahren ein enger Freund von Milde, wie er in den Freundeskreisen genannt wurde, forderte sogar Peter Kiefer auf dass die Stadt zu Ehren von Karl Mildenberger doch eine Straße nach ihm benennen soll.

Das Museum Team des Vereins öffnete für alle Trauergäste nach der Feier die Türen des Museum. Die Vitrine der Boxsportabteilung war gefüllt mit unzähligen Andenken an einen feinen Menschen und Ausnahmesportler „Karl Mildenberger“

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