Der 1. FCK vor seiner zweiten Saison in Liga 3

„wir wollen zurück in die Bundesliga“

Der 1. FCK vor seiner zweiten Saison in Liga 3

Mit Spannung wird die Veröffentlichung des Spielplans der dritten Bundesliga erwartet. Am 03. Juli 2019 wird es dann soweit sein. Der DFB stellt den neuen Plan vor. Mit dabei sein wird auch im zweiten Jahr der 1. FC Kaiserslautern. Das Ziel den direkten Wiederaufstieg in der vergangenen Saison zu schaffen wurde verfehlt. Gründe dazu gab es viele. Erstmals in der Ära FCK musste sich das Team für den DFB Pokal qualifizieren. Im Verbandspokalendspiel gewann die Truppe um Trainer Sascha Hildmann gegen den Regionalliga Absteiger Wormatia Worms knapp mit 2:1. Als Gegner wurde der FSV Mainz 05 gelost und es kommt am 10.08.2019 um 15:30 Uhr zum pfälzischen Derby im Fritz Walter Stadion bestimmt vor ausverkaufter Kulisse.

Wie die komplette Saison verlief ist ja jedem bekannt. Da man ja schon rechtzeitig wusste es wird in der nächsten Saison wieder die dritte Liga sein war eine gezielte Planung für die neue Spielzeit sofort möglich. Jedoch kam dann das Thema Lizenz auf und hier wurden seitens des DFB Anforderungen gestellt die bis zum letzten Termin für die Einreichung dieser noch erzielt werden mussten. Die Planungen für neue Spieler lagen lange auf Eis.

Zwar gab der FCK bekannt dass sechs regionale Unternehmen in den FCK investieren jeweils mit einem sechsstelligen Betrag aber bei weitem wird das für die Erteilung der Lizenz nicht ausreichen. Investitionen über Kapilendo und die neue Fananleihe brachte rund zwei Millionen Euro in die klammen Kasse des 1. FCK. Auch bei so viel Spendenlaune und Anlagen der vielen Fans dieser Betrag kommt nicht an die benötigten 6,6 Millionen die gegenüber dem DFB nachgewiesen werden müssen. Die Suche nach einem Investor lief auf Hochtouren. Unzählige unterschiedliche Pressemitteilungen irritierten die Fans.

Zum gleichen Zeitpunkt befanden sich die Verantwortlichen um Michael Klatt und Martin Bader schon in intensiven Gesprächen mit dem Unternehmer Flavio Becca aus Luxemburg. Becca ist Fußball verrückt und möchte in eine deutsche Mannschaft investieren. Dass es der FCK sein könnte lag wohl auch an dem ehemaligen Spieler Klaus Toppmöller der Becca in sportlichen Belangen als Berater zur Seite steht.

Angestrebt ist eine Partnerschaft, die den 1. FC Kaiserslautern längerfristig wieder zu einem Spitzenverein im deutschen Fußball entwickeln soll. Das erste Ziel die fehlenden Millionen zur Erteilung der Lizenz danach entsprechende Investitionen um auch wieder ein schlagkräftiges Team auf den Rasen zu bekommen.

Mittlerweile ging es aber im Aufsichtsrat und auch innerhalb der Geschäftsführung ordentlich zur Sache. Neue Investoren aus der Region waren bereit die fehlenden Millionen aufzubringen und auch danach weiterhin in den Kader sowie in das Nachwuchsleistungszentrum zu investieren. Rücktrittsforderungen wurden laut und unzählige irritierende Meldungen verunsicherten bzw. spalteten die Fans in zwei Lager. Ohne Detailwissen möchten wir aber hier nicht weiter berichten. Dazu wurde in unzähligen Medien genug dokumentiert.

Die Entscheidung für einen Investor, in diesem Fall Flavio Becca, wurde dann auch rechtzeitig vor der Abgabe der letzten Unterlagen an den DFB getroffen.

Für eine weitere finanzielle Spritze dankte der FCK dem FC Bayern München der mit einem Freundschaftspiel für ein ausverkauftes Fritz Walter Stadion sorgte. Für die Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern war dies ein außergewöhnliches Erlebnis gegen den amtierenden Meister und DFB Pokal Sieger auf dem Platz zu stehen. Jeder Spieler konnte mindestens 45 Minuten dies genießen. Am Ende hieß es 1:1 unentschieden. Noch während dem Spiel reichte Michael Klatt dem DFB die benötigten Unterlagen ein und erhielt auch am gleichen Abend noch eine grüne Ampel für die Lizenz.

Martin Bader konnte sich von nun an intensiv um Verstärkungen bemühen. Mit Jonas Scholz aus der eigenen U21, Simon Skarlatidis von den Würzburger Kickers, José-Junior Matuwila vom Absteiger Energie Cottbus, Andri Rúnar Bjarnason von Helsingborgs IF und Manfred Starke vom Ligakonkurrenten FC Carl Zeiss Jena stehen schon fünf neue Spieler im Kader des 1. FC Kaiserslautern. Weiterhin werden natürlich die aktuellen U21 Spieler immer im Fokus stehen. Denn wenn der FCK eines versteht, dann ist es die Ausbildung des Nachwuchses. Die besten Beispiele sind ja Lukas Gottwalt, Carlo Sickinger, Christian Kühlwetter und Antonio Jonjic.

Die Mannschaft verabschiedet sich morgen ins Trainingslager nach Herxheim um sich intensiv auf die neuen Aufgaben vor zu bereiten. Wir hoffen dass der Verein jetzt zur Ruhe kommt und das sportliche Ziel, in der Spitzengruppe der dritten Liga sich zu positionieren, kein utopisches sein wird.

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