Basketball Damen des 1. FCK Meister!

„an Dramatik nicht zu überbieten“

Basketball Damen des 1. FCK Meister!

Am letzten Spieltag der Damen Basketball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar kam es zum Spitzenspiel in der Halle der Grundschule Betzenberg zwischen dem Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern und dem zweiten der Tabelle dem Team von MJC Trier II.

Beide Teams hatten in der gesamten Saison nur ein Spiel verloren, die FCK -Mädels in der Hinrunde in Maxdorf und die Trierer mussten gegen den 1. FCK ihre einzige Niederlage hinnehmen. Es war also eine spannende Partie garantiert.

In dem, wie erwarteten, hochdramatischen Spiel besiegten die Damen des 1. FCK die Mannschaft aus Trier mit 73:72. Dass dies ein sehr umkämpftes Spiel werden würde war jedem klar, schließlich ging es um die Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga.

FCK Trainerin Frauke Woll musste gleich drei Ausfälle verkraften wobei die Mannschaft aus Trier komplett antreten konnte. Das Spiel startete unglaublich schnell auf beiden Seiten und endete nach dem ersten Viertel 15:12 für den 1. FCK. Im zweiten Viertel kam Trier ab Minute 16 durch einen 11-Punktrun in volle Fahrt, dass man bei einem Stand von 32:40 in die Halbzeit ging. Leider wurden in der ersten Halbzeit viele Fouls von Trier nicht gepfiffen, während auf FCK-Seite jeder kleine Körperkontakt als Foul geahndet wurde.

Nach der Halbzeit kämpfte sich die FCK-Truppe Punkt für Punkt zurück und ging nach 27 Minuten sogar mit 3 Punkten in Führung (47:44). Die Mannschaft von MJC Trier erhöhte nochmals das Tempo und waren zum Ende des dritten Viertels mit 57:52 in Front. Angetrieben durch die zahlreichen Zuschauer in der Halle gelang den FCK Damen einen 61:69 Rückstand aufzuholen. In den letzten vier Spielminuten war die sensationelle Freiwurfquote (10 von 12) der Grund für den Spielstand von nur noch 71:72, ehe Pia Volk, die beste Werferin an diesem Abend, dann wenige Sekunden vor Schluss zum erlösenden 73:72 traf.

"Dieses Spiel war an Dramatik nicht zu überbieten. Es war 40 Minuten lang ein unglaublich schnelles Spiel, immer wieder ist es uns gelungen die Rückstände wett zu machen und uns zurück zu kämpfen. Vielen Dank an die zahlreichen Zuschauer, die uns ganz großartig unterstützt haben," eine überglückliche Trainerin, Frauke Woll.

Während die Mädels feierten konnte das Stadtecho der erfolgreichen Trainerin ein paar Fragen stellen.

Frauke, wie fühlt man sich das Ziel, den Aufstieg in die Regionalliga, erreicht zu haben? F. Woll: „Es fühlt sich unglaublich gut an, zumal wir 10 Monate hart dafür gearbeitet haben.“

Wie stolz bist Du auf dein Team über die gesamte Saison gesehen? F. Woll: „Sehr stolz. Wir haben in dieser Saison nur ein Spiel verloren. Ich habe das Glück, dass ich in meinem Team Spielerinnen habe die bereit sind sehr viel zu investieren. Viele haben zum Teil weite Anfahrtswege, das ist bei drei mal Training pro Woche ein hoher Zeitaufwand. Oft haben sie sich sogar ein viertes Mal getroffen zum Schusstraining. Die Motivation ist fast durchgehend sehr hoch, das freut mich als Trainerin natürlich sehr.“

War es der erwartet schwere Gegner? F. Woll: „Ja, absolut, wir wussten was uns erwartet. Trier hat zwei sehr schnelle und gute Dreierschützinnen. Die machen in den Spielen mal gut und gerne 6-8 Dreier pro Spiel. Wir waren aber gut darauf vorbereitet, Lena Walter und Lara Woll haben die wirklich gut verteidigt und insgesamt "nur" drei Dreier zugelassen.“

Bei diesem Spielverlauf gegen Trier kamen da Zweifel auf bzw. wie ging es Dir auf der Trainerbank? F. Woll. „Ich muss schon sagen, dass ich auch ziemlich nervös war, es ging ja um was. Wir haben eine junge Mannschaft, gestern waren sieben von zehn Spielerinnen unter 20 Jahren, da werden ab und zu falsche Entscheidungen getroffen. Hier kann man den Mädels aber nicht böse sein, das ist der Kampfeswille. Was vielleicht ab und zu an Erfahrung fehlt wird dadurch wieder gut gemacht, und genau das wusste ich. Wir lagen zweimal mit 8 bzw. 9 Punkten zurück, trotzdem wusste ich, die geben nicht auf und es hat ja dann auch geklappt.“

Ziel erreicht, die Gedanken gehen schon an die Planung. Ist der Kader stark genug in der Regionalliga zu bestehen? F. Woll: „Wir haben keinen großen Kader. Die beiden Abiturienten Pia und Hannah wissen noch nicht so genau an welchem Ort es für sie weiter geht. Da hoffe ich jetzt einfach mal, dass sie uns noch in der kommenden Saison erhalten bleiben. Ronja Vatter ist der einzige Abgang den wir zu verzeichnen haben, was sehr schade ist, weil sie schon seit der U14 bei uns spielt. Alle anderen Spielerinnen bleiben, wenn wir dann noch ein oder zwei Spielerinnen dazu bekommen, haben wir durchaus realistische Chancen in der Regionalliga zu bestehen. Dieses Team hat auf alle Fälle Potential nach oben!“

Wie steht es mit dem Nachwuchs im Damen Basketball beim FCK? F. Woll: „Im weiblichen Bereich haben wir leider eine Lücke bei der U18. Unter den U16 Mädels gibt es schon einige Talente, die wir auch nach und nach ins Team integrieren werden. Die Mannschaft wird von der Spielerin und Co-Trainerin Gabriela Chnapkova trainiert, das hilft uns sehr, da wir einen sehr ähnlichen Trainingsstil praktizieren. Bei der unteren weiblichen Jugend tut sich einiges, da haben wir viele Mädchen, die ziemlich erfolgreich in ihrer derzeitigen Saison spielen.“

Vielen Dank Frauke für den Ausblick in die Zukunft des Damen Basketball beim FCK. Das Stadtecho gratuliert noch einmal zur Meisterschaft und wünscht viel Glück in der Regionalliga. Wir werden den Weg weiter verfolgen.

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