„Seht her, was der Meigen von euch hält!“

Zu Beginn dieses Jahres bat mich Max Storr für den Merkurist um eine Einschätzung zur sportlichen Situation in der A-Klasse. Ich sah meinen Herzensverein, den SV Niederwörresbach, wie ich fand gut begründet, „nur“ auf Platz 3 bis 6.

„Seht her, was der Meigen von euch hält!“

Damit habe ich mir in Werzbach nicht nur Freunde gemacht. Fußballabteilungsleiter Christian „Tasso“ Wild, der im Übrigen beim SVN einen sensationell guten Job macht, pinnte meine Thesen als Motivationshilfe vor dem zweiten Rückrundenspiel gegen den SV Nohen prompt mal an die Kabinentür mit den Worten: „Seht her, was der Meigen von euch hält!“ Tassos Motivationskünste halfen, wie der glatte 2:0-Sieg zeigte.

Nun ja, was soll ich sagen? Mit meiner Einschätzung vor der Rückrunde lag ich daneben. Zwar nicht komplett - der SC Birkenfeld schaffte es auf den einen von mir prophezeiten ersten Plätze, lief aber völlig verdient auf Rang Eins ein („Chapeau SCB!“ und „Herzlichen Glückwunsch!“) und auch die meisten anderen Mannschaften sah ich in etwa richtig – „meinen“ SVN allerdings habe ich ein wenig unterschätzt. Dafür entschuldige ich mich aufrichtig bei allen Werzbachern, bei den Trainern, der Mannschaft und den Betreuern, den guten Seelen drum herum.

Gerade das Saisonfinale hat eine von mir gemachte Aussage allerdings bestätigt: Der SV Niederwörresbach gibt sich nie auf und du musst als Gegner auf den Schlusspfiff warten, bis du eventuell feiern kannst. Aufholjagden wie gegen Baumholder, Hitchcock-Siege wie gegen Buhlenberg, auch mal krachende Niederlagen wie gegen Idarwald und Kirschweiler – der SVN spielt die volle Klaviatur des Fußballsports. Ich sage schon seit jeher allen fußballinteressierten Bekannten: „Geht Niederwörresbach gucken, wenn ihr Spektakel sehen wollt! Irgendwas passiert immer.“

Und weil das so ist, weil das in Niederwörresbach immer so war, sollten die Jungs in Lauterecken und Medard sich nicht zuuuu siegessicher geben. Zugegeben, das erste Spiel ging verdientermaßen nach Veldenzland.

Die Mannschaft von Christoph Lawnik und Dominik Schunck war besser, nicht um drei Tore, aber alles in allem besser, aber wehe sie ruht sich auf den Lorbeeren aus – dann ist der SVN da. Aus diesem Grund fahre ich am Sonntag guter Dinge nach Lauterecken, schaue 90 Minuten engagiert Fußball (keine Sorge, der SVN verliert mich NIE an den Bierstand) und harre der Dinge, die da kommen. Der SV Niederwörresbach hat sein Saisonziel längst erreicht, alles, was jetzt kommt ist Zugabe – und genau die hätte ich gerne, am kommenden Mittwoch in Simmertal beim dritten Entscheidungsspiel um den Bezirksliga-Aufstieg. Auf geht’s ihr Blau-Weißen!

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