Auf Augenhöhe – Meisenheim und Idar trennen sich 1:1

1:1 – Unentschieden. Das Ergebnis im Verbandsliga-Duell zwischen der SG Meisenheim/Desloch-Jeckenbach und dem SC Idar-Oberstein zeigt: In der Region gibt es keine klare Nummer eins mehr.

Auf Augenhöhe – Meisenheim und Idar trennen sich 1:1

Der Oberliga-Absteiger aus der Schmuckstadt und der Landesliga-Aufsteiger vom Glan begegneten sich nicht nur in ihrem Duell am Samstag vor circa 500 Zuschauern auf Augenhöhe. Und auch die Tabelle macht nach acht Spieltagen keinen Unterschied zwischen beiden Teams: 16 Zähler stehen da jeweils zu Buche. Dabei startete die SG Meisenheim denkbar schlecht in die Partie, wie SG-Trainer Andy Baumgartner schildert: „Wir lagen nach 45 Sekunden schon zurück und unser Kapitän musste nach fünf Minuten verletzt vom Feld.“ Erst verwandelte Thiago, nachdem Felix Ruppenthal im Sechszehner gelegt worden war, vier Minuten später kam Meisenheims Philipp Schneider für Felix Frantzmann in die Begegnung. „Wir haben nach 10 Minuten aber trotzdem gemerkt, dass da was gehen kann“, sagt Baumgartner.

Als Schwachstellen hatte der SG-Trainer Außenverteidiger Martin Schultheis und Innenverteidiger Achille Ebongue ausgemacht, die keinen guten Tag erwischten. Die SG Meisenheim kam so zu mehreren guten Gelegenheiten, unter anderem durch Philipp Schneider und Leon Walter. „Aber der Idarer Keeper hat glänzend gehalten“, lobte Baumgartner SC-Schlussmann Lukas Gibbert. Trotzdem egalisierten die Meisenheimer noch vor der Pause den Spielstand.

Alexander Tiedkte netze nach 31 Minute. Viele klar Torchancen konnte sich der SC Idar-Oberstein in der ersten Halbzeit nicht erarbeiten, von einem Offensivproblem will SC-Kapitän Christian Henn, der angeschlagen war und deshalb nur auf der Bank saß, trotzdem nicht hören: „Im Moment stimmt bei uns einfach die finale Chancenverwertung nicht“, analysiert er. Zudem hätte der SC nach seiner Sicht auch noch einen Strafstoß bekommen müssen, weil Ruppenthal im Sechszehner erneut gelegt wurde. So aber mussten sich die Schmuckstädter mit einem Pausenremis begnügen.

In der zweiten Hälfte hatten die Idarer dann ein optisches Übergewicht, das von SG-Trainer Andy Baumgartner aber gewollt war. Der SC versuchte es mit vielen langen Bällen auf Marius Botiseriu, der Kugel aber zu selten festmachen konnte. Gute Gelegenheiten gab es in der zweiten Hälfte auf beiden Seiten. Martin Schultheis zog gegen Meisenheims Marcel Redschlag den Kürzeren, während die SG in der Schlussphase auch noch die Möglichkeit zum Lucky Punch hatte. Während Baumgartner insgesamt ein „gutes Fußballspiel“ gesehen hatte, sah SC-Kapitän Henn „viele lange Bälle auf einem tiefen Geläuf“. Einig sind sich aber beide darin, dass die Mannschaft im Moment auf Augenhöhe agieren. Während die SG Meisenheim mit dieser Tatsache wohl sehr gut leben kann, wird sich beim SC Idar in den kommenden Wochen zeigen, wo die Reise hingeht. Denn die Spiele gegen die Spitzenteams aus Morlauten und Waldalgesheim stehen noch aus.

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