Lezius: Sommertour in vollem Gange

Seit einer Woche ist die heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Antje Lezius auf Sommertour in ihrem Wahlkreis unterwegs. Unter dem Motto „Starke Frauen an der Nahe“ besucht sie Frauen an ihrem Arbeitsplatz und packt wann immer möglich mit an.

Lezius: Sommertour in vollem Gange

Ob bei einer Hebamme, Staatsanwältin, Polizistin oder Notfallsanitäterin: Bei aller Unterschiedlichkeit der Berufe zeigte sich, dass es doch immer wieder Schnittmengen gibt.

„Die Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf, die weitergehende Akademisierung von Ausbildungsberufen und das Thema Fachkräftegewinnung und –sicherung beschäftigen so ziemlich jede Frau, die ich bisher besucht habe. Das direkte Feedback aus der Praxis, von Anwendern und Betroffenen, ist wertvoll“, bestätigt Lezius. Sie ist seit 2013 Fachpolitikerin für Arbeit und Soziales – in dieser Funktion legt sie Wert darauf, im Bundestag verabschiedete Gesetze in ihren praktischen Auswirkungen vor Ort zu überprüfen.

Zum Beispiel beim sogenannten Brückenteilzeitgesetz, das Arbeitnehmern erlaubt, nach einer Teilzeitphase von bis zu fünf Jahren wieder in Vollzeit zurückzukehren: „Ich finde es gut, dass wir Arbeitnehmern ermöglichen, die Arbeit so zu legen, dass auch fordernde Phasen im Privatleben besser bewältigt werden können. Im Zusammenspiel mit dem Fachkräftemangel zeigt sich aber die Zweischneidigkeit der Teilzeitarbeit. Die Arbeit wird nämlich nicht weniger und muss dann von den verbliebenen Vollzeitkräften gestemmt werden. Hier müssen wir dringend schauen, wie wir auch den Arbeitgebern helfen, solche Phasen zu überbrücken. Aus meiner Sicht würde das am besten funktionieren, indem wir das Arbeitszeitgesetz endlich zeitgemäß gestalten. Die Menschen sollten dann arbeiten können und dürfen, wenn die Arbeit anfällt. Dafür erhalten sie im Austausch längere Freizeiten, in denen sie dann auch viel mehr mit Familie und Freunden unternehmen können.“

Auch die Tendenz, mehr Ausbildungsberufe zu akademisieren, stößt bei den Frauen auf ein geteiltes Echo. Während viele Frauen es begrüßen würden, dann auf Augenhöhe mit berufsähnlichen Gruppen arbeiten zu können, wird eine zunehmende Praxisferne befürchtet. „Die Aussage ‚Nicht nur Master, sondern auch Meister‘ kann ich nur unterschreiben. Eine zu starke Verschulung können wir nicht wollen. Ja, jeder Auszubildende soll den bestmöglichen theoretischen Unterbau bekommen. Die Nähe zu Patienten und Kunden aber lernt man nicht an der Hochschule. Das sind Erfahrungswerte, die nur durch die praktische Arbeit mit Menschen zu gewinnen sind“, hält Lezius fest.

Leider kommt auch im Jahr 2019 immer wieder das Thema Gleichberechtigung zur Sprache. Einige der Frauen mussten sich, als sie den Beruf ergriffen haben, durchboxen. „Manche Berufe waren klassische Männerdomänen und gelten auch heute noch als solche. Da hat man Frauen bewusst Steine in den Weg gelegt, um sie wieder loszuwerden. Die Frauen, bei denen ich war, haben sich durchgesetzt und ihre Frau gestanden – glücklicherweise. Heute sind sie ein großer Gewinn auch für ihre männlichen Kollegen. Das sind die richtigen Vorbilder für junge Frauen. Nie den Mut verlieren und klar Kante zeigen. Ich unterstütze die Gleichstellung gerne auch politisch und im Gesetzgebungsverfahren, aber einen Teil der Veränderung haben wir Frauen selbst in der Hand“, betont Lezius abschließend.

Büro Antje Lezius MdB, CDU

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